- Neues aus der Herrenleite
In den letzten Wochen war einiges los in der Herrenleite und auch außerhalb. Also ein guter Grund, kurz darüber zu berichten.
Im Juni fanden neben den regulären Öffnungszeiten auch mehrere Führungen für angemeldete Besuchergruppen statt. Los ging es bereits am 1. Juni – anlässlich des internationalen Kindertages: Eine Kindergartengruppe aus dem benachbarten Dorf Wehlen besuchte uns und interessierte sich für die Geschichte(n) der Feldbahn.
Am 20. Juni kam der Heimatverein Großerkmannsdorf bei uns vorbei, um mehr über Feldbahnen und die Herrenleite zu erfahren. Nach einem kurzweiligen Vortrag und anschließendem Rundgang über das Museumsgelände fand anschließend Fahrbetrieb mit zwei Zügen statt.

Im Rahmen der Führung wurde die Funktionsweise von Akkulokomotiven demonstriert. Foto: A. Locke, 20.6.2026. 
Bevor es heißt „Mitfahren“, muss erstmal die passende Lok in Gang gebracht werden. Bei der Jung ZL105 erfolgt dies klassisch über Ankurbeln, und unsere Gäste durften sich selbst darin probieren. Foto: A. Locke, 20.6.2026. 
Der voll besetzte Besucherzug macht sich auf den Weg auf die Strecke, daneben wartet schon der zweite Zug. Foto: A. Locke, 20.6.2026. 
Zu Vorführzwecken kamen auch eine BBA B360 electronics sowie eine EL 30-1 vor typischen Bergbaufahrzeugen zum Einsatz. Foto: A. Locke, 20.6.2026. Eine Woche später, am 27. Juni, führte die WIMSUT GmbH am Standort Königstein/Leupoldishain den diesjährigen Tag der offenen Tür durch. Aufgrund unserer langjährigen Kontakte zu diesem Betriebsteil war es möglich, auch das Feldbahnmuseum Herrenleite vor Ort zu präsentieren. Schließlich fanden in den letzten Jahrzehnten einige Fahrzeuge aus dem heutigen „Bereich Sanierung Königstein“ den Weg in unser Museum.

Um nicht „nur“ mit einem kleinen Museumsstand vor Ort zu sein, haben wir kurzerhand ein ganzes Fahrzeug mit nach Königstein genommen. Foto: A. Locke 2026. 
Die von BBA gebaute Metallist stammt zwar aus dem Kalkwerk Herold, stellt aber einen typischen Vertreter der Wismut-Loks dar. Foto: A. Locke, 27.6.2026. 
Bei in der Spitze mehr als 38°C konnten wir viele interessante Gespräche führen, und ein Blickfang war unser Stand allemal. Foto: A. Locke, 27.6.2026. 
Ein paar Meter von unserem Info-Stand entfernt sah es knapp 13 Jahre vorher noch so aus. Blick auf die Doppelschachtanlage 388/390 mit ausgedehnten Abstellgleisen für die 600-mm-Grubenbahn. Der gesamte auf dem Bild sichtbare Bereich ist heute eine große grüne Wiese… Foto: M. Otto, 2.9.2013. Unsere Gleisanlage in der Herrenleite ist in Teilen nunmehr schon 25 Jahre alt und besonders an den Stellen mit Holzschwellenoberbau zeigt sich so langsam Sanierungsbedarf. Daher sind nach und nach verschiedene Stellen an den Gleisen zu überarbeiten. Aktuell starteten wir diese Arbeiten vor der Museumshalle.

Die Vereinsjugend prüft unter dem wachsamen Auge eines „Alten Hasen“ den festen Sitz der Kleineisen. Foto: J. Schröder, 6.6.2026. Ein weiteres Projekt, was wir schon länger in Angriff nehmen wollten, ist die Sanierung der Küche im Vereinsgebäude. Dazu beschafften wir eine neue (gebrauchte) Küche inkl. Geräten und hoffen, dass Kochen und Abwaschen nun viel mehr Freude bereiten werden.

Die alte Küche (hier schon großteils ausgeräumt) stammte von einem Vereinsmitglied. Er kaufte die Möbel 1984 von seinem DDR-Ehekredit in Dresden am Schillerplatz, sie ist dann mehrere Male umgezogen, bis sie letztendlich über 20 Jahre in der Herrenleite ihren Dienst verrichtete. Foto: P. Heinrich, 2026. 
(Küchen-)Baustellen bedingen pragmatische Lösungen: Die Elektrogeräte wurden kurzerhand im Aufenthaltsraum aufgebaut. Immerhin hat unser Vereinskollege Freude daran, seinem Mittagessen beim Warmwerden zuzusehen. Foto: P. Heinrich, 2026. 
Roll-Out der neuen (gebrauchten) Küche aus der Museumshalle. Hier wurde sie bis zum Einbau zwischengelagert. Foto: A. Jaeckel, 2026. 
Stilecht mit der Feldbahn ging es bis zum neuen Einbauort, dem Vereinsgebäude. Foto: M. Lenk, 2026. 
Küchenbau bedeutet vollen Körpereinsatz! Immerhin soll es ja besonders schön aussehen. Foto: M. Weber, 2026. 
Fast fertig – und das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Foto: P. Heinrich, 2026. 
Von den zahlreichen Arbeiten „hinter den Kulissen“ sei hier beispielhaft das Ordnen und Einsortieren von Normteilen gezeigt. Eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Werkstatt. Foto: M. Otto, 27.6.2026. 
Auch die Arbeiten an verschiedenen Fahrzeugen gingen wieder voran. Hier der in Aufarbeitung befindliche Sandkasten der Henschel-Dampflok vom Typ Riesa. Foto: M. Otto, 27.6.2026. 
Unter anderem an der Regelspurstrecke wurden Grünpflegearbeiten durchgeführt. Foto: M. Otto, 13.6.2026. Auch über einen Neuzugang können wir berichten: Wir konnten eine weitere Ns 2 f übernehmen, welche ursprünglich u.a. in der Ziegelei Zittau Ottersteg im Einsatz war. Die Lok soll in den letzten Einsatzzustand restauriert werden. Mehr Infos zum Fahrzeug gibt es auf der Lokseite. Zusammen mit der Lok kam auch ein kleiner stählerner Kastenwagen für den Transport von Kohle an, welcher ursprünglich ebenfalls aus der Ziegelei am Ottersteg in Zittau stammte.

Hier ist die Lok noch bei ihrem Vorbesitzer zu sehen, zum Transport wurden einige Teile demontiert. Foto: R. Liefer, 2026. 
Von Hr. Müller-Kissing aus Hagen bekamen wir diesen kleinen Sattelbodenselbstentladewagen gespendet. Er war ursprünglich im Gipswerk Klettenberg im südlichen Harzvorland im Einsatz. Ein herzliches Dankeschön an Ekkehard für diese schöne Bereicherung unserer Sammlung. Foto: M. Otto, 13.6.2026. - Rückblick auf Pfingsten: Große Feldbahnschau mit Themenschwerpunkt Bergbau
Zur diesjährigen Pfingstveranstaltung setzten wir mit dem Thema „Bergbau“ einen Schwerpunkt, um unserer großen Sammlung an Akku- und Fahrleitungsloks sowie weiterer Bergbaufahrzeuge gerecht zu werden. Zahlreiche Lokomotiven waren im Fahrbetrieb zu erleben und begeisterten die über 1100 Besucher am Pfingstwochenende. Weitere Höhepunkte waren die Fahrten mit der Motordraisine Richtung Mockethal, Vorträge und Führungen sowie Lokmitfahrten auf der N4. Insgesamt waren über 30 Vereinsmitglieder und Helfer im Einsatz, um ein umfangreiches Programm auf die Beine zu stellen.

Im Bereich der Museumshalle waren einige Fahrzeuge ausgestellt, während ein Bergbau-Zug bestehend aus einer B 660 und B 360 den Bereich passiert. Foto: A. Locke 
Star der Veranstaltung war wohl die frisch restaurierte AM 8. Im Einsatz vor dem Besucherzug zeigt die Akkulok aus sowjetischer Produktion, was in ihr steckt. Die Lok fährt mit 120 Volt Gleichspannung, der Akku weist eine Kapazität von 500 Amperestunden auf – mit dieser Energie könnte ein vierköpfiger Haushalt eine ganze Woche leben! Foto: M. Weber 
Neben den üblichen Vorträgen und Führungen zur Geschichte der Feldbahn und unserer Sammlung gab es auch täglich je einen Spezial-Vortrag zum Thema Fahrzeuge und Technologien im Bergbau. Foto: M. Lenk 
Im Anschluss an den Bergbau-Vortrag erfolgte dann die Vorführung des Wurfschaufelladers PML 63, außerdem wurde die Technik von Akkulokomotiven eindrucksvoll direkt an den Fahrzeugen erläutert. Foto: M. Weber 
Seit vielen Jahren mal wieder mit dabei: Der historischer H6-Bus vom Omnibusbetrieb René Belschner aus Freital, welcher unseren Besucherinnen und Besuchern als kostenloser Pendelbus zum Feldbahnmuseum zur Verfügung stand. Foto: M. Weber 
Darf beim Thema Bergbau natürlich auch nicht fehlen: Einsatz von Mannschaftstransportwagen, hier gezogen von der B 360 electronics (ehemals Wismut Königstein), welche wir kürzlich vom Besucherbergwerk Pöhla übernehmen konnten. Foto: M. Weber 
Als typischer Vertreter einer Fahrleitungslok kam auch die EL 30 zum Einsatz, die Stromversorgung wird über einen Akku im dahinter befindlichen Hunt sichergestellt. Foto: A. Locke 
Der Themenschwerpunkt Bergbau wurde auch in der Museumshalle konsequent umgesetzt, hier in Form einer Akkulok mit Hunt, ähh Hund. Keine Sorge, die Fellnase war nur kurzzeitig zwischengeparkt und musste dort nicht das ganze Wochenende ausharren 🙂. Foto: M. Weber - Aktivitäten im Herbst und Winter
In den letzten Monaten war in der Herrenleite und außerhalb wieder einiges los und nun findet sich etwas Zeit, von den wichtigsten Ereignissen zu berichten.
Veranstaltungen
Vom 3. bis 5. Oktober fand unsere große Herbstausstellung statt. Bei teilweise wunderschönem Herbstwetter waren nochmal eine ganze Reihe Fahrzeuge im Einsatz zu erleben bzw. konnten in den verschiedenen Ausstellungsbereichen besichtigt werden. Hervorzuheben waren auch die große Modellbahnanlage auf 45-mm-Spur mit Echtdampfmodellen sowie die Fahrten mit der Regelspurdraisine auf der Strecke nach Mockethal.

Jung EL 105 aus der Terazzofabrik Kroppen auf Bergfahrt in der milden Herbstsonne. Foto: M. Otto, 3.10.2025. 
Personenzug mit Ns 2 h aus dem Spannbetonwerk Coswig. Foto: M. Otto, 3.10.2025. 
Auf den Regelspurgleisen innerhalb des Museumsgeländes war zeitweise die N 4 zu erleben. Foto: M. Otto, 3.10.2025. 
Leckeren selbstgebackenen Kuchen gab es in der Museumshalle. Foto: M. Otto, 3.10.2025. 
Für interessierte Besucher wurden zweimal am Tag Führungen über das Gelände angeboten. Dabei wurde auch auf die wechselvolle Geschichte des Geländes in der Herrenleite mit den unterschiedlichen Nutzungsepochen eingegangen, bevor 1998 das Feldbahnmuseum einzog. Foto: M. Otto, 3.10.2025. 
Zwei Wochen nach der Herbstausstellung fand eine Sonderveranstaltung speziell für Fotografen und Filmer statt, wo vor allem speziell Vorkriegsmotorloks mit authentischen Feldbahnzügen im Fokus standen. Hier die O&K RL 1 a aus dem Steinbruch Kohren-Sahlis. Foto: M. Otto, 18.10.2025. 
Beim 1. Feldbahn- und Nutzfahrzeugtreffen im Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf waren wir mit unserem historischen Lkw S 4000 und der LKM-Lok vom Typ Ns 1 a zu Gast, welche hier gerade im Schaubereich Kiesgrube rangiert. Foto: G. Rolle, November 2025. Exkursion nach Freiberg
Im Januar besuchte eine Delegation unseres Vereins das Silberbergwerk „Himmelfahrt Fundgrube“ in Freiberg. Die Einfahrt erfolgte über die Schachtanlage „Reiche Zeche“. Auf den Spuren des erzgebirgischen Altbergbaus konnten wir einiges über die Technologien und Lebensweisen der Bergleute vor über 200 Jahren erfahren. Nach über fünf Stunden untertage durch flache Gänge und enge Schächte waren gerade die langgewachsenen Vereinsmitglieder am Ende des Tages froh, wieder gerade stehen zu können.

Natürlich musste die untertägige Grubenbahn genauestens inspiziert werden – wie diese LEW EL 9, welche auch fahrbereit vorgeführt wurde. Foto: M. Weber, 17.1.2026. 
Nach dem Ausfahren über die Schachtanlage „Alte Elisabeth“ konnten wir dort noch die historische Fördermaschine bestaunen, was einen gelungenen Abschluss dieser Exkursion darstellte. Foto: Sammlung HFD, 17.1.2026. Fahrzeugzugänge
Ein Klassiker im Typenprogramm des Feldbahnherstellers Orenstein & Koppel war der Typ M. Ausgestattet mit einem 7,5 PS starken Benzinmotor fanden diese Loks in den 1920er Jahren bis Anfang der 1930er Jahre einige Verbreitung in Europa und darüber hinaus. Obwohl Maschinen vom Typ M einst auch in Ostdeutschland anzutreffen waren, hatte bisher noch kein Vertreter den Weg in unsere Sammlung gefunden. Umso erfreuter waren wir, als sich nun die Möglichkeit bot, eine weitgehend im Original- und Einsatzzustand erhaltene M erwerben zu können. Die Lok mit der Fabriknummer 2995 aus dem Jahr 1928 stand nach mehreren musealen Stationen zuletzt als Leihgabe des Sammlers Peter Erk im IFA-Museum Nordhausen, von wo wir die Lok übernehmen konnten.

Abschied der M von ihrem bisherigen Standort in Nordhausen. Foto: R. Schreier, 13.12.2025. Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr zwei Lokomotiven des Typs EL 5 von LEW und einige Wagen der Hornonitrianske bane Prievidza a. s. (Oberneutraer Bergwerke Prievidza AG, HBP) aus der Slowakei in unser Feldbahnmuseum holen konnten, war unser Wunschzettel noch etwas länger: Als typischer Vertreter von Untertage-Dieselloks waren dort auch BND 30 aus tschechoslowakischer Produktion im Einsatz. Vergleichbare Maschinen wurden auch in die DDR geliefert und kamen sowohl über- als auch untertage zum Einsatz. Gemeinsam mit einer EL 5/01 mit Mittelführerstand, welche wir an Bergbaufreunde in Thüringen vermittelt haben, und weiteren Wagen fand Ende Februar der Transport in die Herrenleite statt.

Blick über einen Teil der oberirdischen Bergwerksanlagen im slowakischen Nováky – einige Teilbereiche sind bereits abgerissen. Foto: J. Sommer, 26.2.2026. 
Die BND 30 schwebt auf den Lkw. Daneben stehen zwei LEW EL 5/01 sowie diverse Ausrüstungsgegenstände aus dem Bergbau. Foto: M. Otto, 26.2.2026. 
Einen Tag später kann sich die BND 30 schon in der Herrenleite sonnen. Das Fahrzeug ist weitgehend vollständig und war vermutlich bis ca. 2022 im Einsatz. Neben dem eigentlichen Führerstand besitzt die Lok an der Frontseite noch einen Mitfahrerstand. Foto: M. Otto, 27.2.2026. 
Die Mittelführerstands-EL 5 mit der Betriebsnummer 1 aus der Grube Handlová ist in der Herrenleite nur temporär untergebracht, bevor ihre Reise weiter nach Thüringen geht. Gemeinsam mit der Mittelführerstands-EL5 Nr. 9, der Endführerstands-EL5 Nr. 25 und der BND30 Nr. 3 sind derzeit also 4 HBP-Loks gleichzeitig im Feldbahnmuseum zu erleben. Foto: M. Otto, 27.2.2026. Weitere Aktivitäten

Bei der Jung ZL 233 vom Imprägnierwerk Wülknitz gehen die Arbeiten am Motor voran. Sie besitzt noch den Ursprungsmotor vom Herstellerwerk, welcher hier gerade ersten Betriebstests unterzogen wird. Foto: M. Otto, 31.10.2025. 
An der Henschel-Dampflok vom Typ Riesa wurden die Kesselrohre ausgebaut. Foto: M. Otto, 31.10.2025. 
Das Einsetzen der Scheiben an den Stirnseiten des Draisinenbeiwagens erwies sich als recht knifflige Aufgabe. Foto: M. Lenk, 7.3.2026. 
Die Demontage der Mansfelder LKM Ns 2 ist weitgehend abgeschlossen, mittlerweile startete die Aufarbeitung einzelner Komponenten. Foto: A. Rolle, 2026. 
Sieht schon spektakulär aus, so ein Ns-2-Getriebe. Foto: G. Rolle, 2026. 
Im Herbst unterstützten uns die Freunde von der Waldeisenbahn Muskau im Rahmen eines Gast-Arbeitseinsatzes beim Gleisbau auf der Regelspurrampe. Verlegt werden hier originale Feldbahnbetonschwellen, welche vorher auf der WEM-Strecke zur Tongrube Mühlrose verbaut waren. Foto: M. Otto, 8.11.2025. 
Unter anderem zur Erweiterung der Werkstattkapazität wurde ein Gebäude auf dem Gleislagerplatz ertüchtigt. Ausgestattet mit einem Vielschienengleis (500 mm, 600 mm, 750 mm) kann hier u.a. an den Mansfelder Loks gearbeitet werden. Foto: A. Locke, 28.2.2026. 
Die Instandsetzung und Überarbeitung der Elektrik in der Herrenleite ist weiterhin ein großes Thema. Diesmal erfolgte die Erneuerung der Unterverteilung im Aufenthaltsgebäude. Der Schaltkasten ist nun auf dem aktuellen Stand der Technik, während das Äußere der Kiste zum historischen Eindruck passt. Foto: P. Heinrich, 7.3.2026. 
Wir nutzten die Möglichkeit mit der Erneuerung der Unterverteilung gleich, um weitere Stromkreise vorzubereiten, welche unterputz verlegt wurden. Foto: M. Weber, 7.3.2026. 
Im Lohmgrund bei Pirna konnten wir eine historische Steinbruchhütte aus der Zeit des Sandsteinabbaus demontieren und in Einzelteilen in unser Museum überführen. An ihrem bisherigen Standort sollte die Hütte abgerissen werden. Vielen Dank an dieser Stelle an die Vorbesitzer für die Möglichkeit zur Erhaltung des Bauwerks und auch an einen örtlichen Heimat- und Technikgeschichtefreund, der uns tatkräftig unterstützte. Foto: M. Otto, 19.11.2025. 
Vom Dach konnten aufgrund des schlechten Zustands lediglich einige Sparren gerettet werden. Die Seitenwände wurden in großen zusammenhängenden Segmenten transportiert, aber auch bei ihnen sind vor einem Wiederaufbau einige Rekonstruktions- und Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Der Sockelbereich und der Fußboden bestehen aus Sandsteinen, welche einzeln markiert worden damit später alle Steine wieder ihren korrekten Platz finden. Foto: M. Otto, 18.1.2026. 
Stabilität gaben dem Gebäude 6 massive Sandsteinsäulen, welche mit einfachsten Mitteln aus dem Untergrund gehoben und anschließend von Hand verladen wurden. Foto: M. Otto, 14.3.2026. - Themenschwerpunkt „Bergbau“ zu den Sommerfahrtagen
Die diesjährigen Sommerfahrtage am 16. und 17. August standen wieder unter dem Motto Bergbau. Etwa 400 Besucher konnten ein buntes Programm erleben, darunter zahlreiche betriebsfähige Akkuloks, Vorführung von Bergbautechnik und einen musikalischen Höhepunkt.

Erstmalig präsentiert wurden die beiden vor kurzem aus dem slowakischen Braunkohlebergbau übernommenen LEW EL 5. Bei der Lok mit Endführerstand erfolgte bereits eine technische Durchsicht, sodass sie mit Hilfe eines großen Akkus, der in einem angekuppelten 1,6-m³-Hunt untergebracht ist, vorgeführt werden konnte. Foto: J. Schröder, 16.8.2025. 
Von der Wismut in Dresden-Gittersee stammt unsere LEW EL 6, quasi die kleine Schwester der EL 5. Foto: M. Otto, 16.8.2025. 
Außerdem betriebsfähig vorgeführt wurde der Wurfschaufellader PML 63. Im Rahmen der Führung bekamen die Besucher gezeigt, wie unter Verwendung von Drucklufttechnik Hunte beladen werden. Foto: S. Klotzsch, 16.8.2025. 
Beim Rangieren bleibt das eine oder andere Malheur nicht aus. Zum Glück ist die Feldbahn- und Bergbautechnik sehr robust, und nach einer kleinen Eingleisübung kann die Vorführung weitergehen. Foto: J. Rolle. 
Akku-Sandwich: Der Besucherzug wurde u.a. von zwei B 660 befördert. Foto: S. Klotzsch, 16.8.2025. 
Sehr idyllisch waren die Fahrten mit unseren regelspurigen „Postkasterl“ durch das Tal der Herrenleite. Foto: S. Klotzsch, 16.8.2025. 
Ein besonderer Höhepunkt war das Konzert des Männerchors aus Malter am Sonntag im oberen Steinbruch. Bei schönstem Sonnenschein lauschten unsere Besucher den Klängen von Heimat- und Volksliedern. Foto: J. Schröder, 17.8.2025. 
Während des Konzertes lief der Fahrbetrieb mit dem Besucherzug weiter. Zusätzlich macht sich hier ein stilreiner Grubenpersonenzug auf den Weg in den oberen Steinbruch… Foto: M. Otto, 17.8.2025. 
…und brachte als Überraschung mehrere Mitglieder des Freitaler Bergbau- und Hüttenvereins, gekleidet in historischem Paradehabit und traditioneller Arbeitskleidung, zur Bereicherung des Chorauftrittes. Foto: P. Heinrich, 17.8.2025. - Neuzugang in der Herrenleite: LEW EL 5 aus dem slowakischen Braunkohlebergbau
In der DDR gab es zwei wesentliche Hersteller von elektrischen Feldbahnlokomotiven. Während BBA als Betrieb der Wismut vorrangig den Uranbergbau versorgte, belieferte der VEB Lokomotivbau – Elektrotechnische Werke “Hans Beimler“ (LEW) die gesamte Industrie. Im Typenprogramm von LEW vertrat die Bauart EL 5 mit 70 bis 81 kW die zweitstärkste Leistungsklasse unter den Schmalspurlokomotiven für den heimischen Markt.

EL 5/01 (17159 / 1980) auf dem Hof des Bergwerks Nováky unmittelbar vor der Verladung Richtung Sachsen, 19.06.2025. 
EL 5/08 (19527 / 1985) schwebt in Nováky in einen der beiden eingesetzten Lkw, 19.06.2025. In einem langen Produktionszeitraum von 1951 bis 1990 wurden insgesamt ca. 1.900 Exemplare der EL 5 gebaut – um den Umfang zu verdeutlichen, das sind deutlich mehr Exemplare als alle Ns 2a…h zusammengenommen. Dabei faßte LEW teilweise recht unterschiedliche Konstruktionsarten zum Typ EL 5 zusammen, wobei die technischen Hauptkomponenten wie Fahrmotoren und Fahrschalter immer vergleichbar waren. Insgesamt kamen ca. einhundert EL 5 in der DDR zum Einsatz, vor allem im Mansfelder Kupferschieferbergbau und im Kalibergbau. Die übrigen und damit der Großteil wurden exportiert.

12 Tonnen am Haken: Das Abladen in der Herrenleite wurde in bewährter Weise durch den Kran von Bernd Reichelt unterstützt – an dieser Stelle herzlichen Dank! Foto: P. Hoffmann, 20.06.2025. Leider sind bisher nur sehr wenige EL 5 museal erhalten, in Deutschland lediglich eine Lok mit Mittelführerstand beim auch sonst sehenswerten Bergbaumuseum in Wettelrode. Dieser Loktyp ist deshalb selbst in Fachkreisen kaum präsent. Wir haben daher seit mehreren Jahren auf die Rückführung von zwei EL 5 aus der Slowakei hingearbeitet. Als letztes Unternehmen betrieb dort die Hornonitrianske bane Prievidza a. s. (Oberneutraer Bergwerke Prievidza AG, HBP) in den Gruben Cígel, Handlová und Nováky untertägigen Abbau von hochwertiger Braunkohle. Die Förderung wurde Ende 2023 endgültig eingestellt. Nach umfangreichen Bemühungen konnten wir nun eine EL 5 mit Mittelführerstand sowie eine EL 5 mit Endführerstand erwerben und freuen uns sehr, damit je einen Vertreter der beiden wesentlichen Bauartgruppen für die Nachwelt bewahren zu können. Dabei besitzt die Mittelführerstandslok Stangenstromabnehmer mit Schleifschuhen, während die Endführerstandslok mit einem klassischen Schleifleistenstromabnehmer ausgestattet ist. Beide Loks befinden sich im letzten Betriebszustand und sollen auch so erhalten bleiben.

Nach Ankunft im Feldbahnmuseum Herrenleite sonnen sich die beiden Loks und der Großraumförderwagen im Abendlicht. Während die Mittelführerstandslok eine Leistung von 75 kW hat, bringt es die Endführerstandslok auf 81 kW, 20.06.2025. 
Die seitlichen Stützleisten am Rahmen dienten der besonderen Entladetechnologie bei der HBP. Über dem Entladebunker wurde jeweils der gesamte Zug auf seitlichen Stützrollen geführt, während die Räder der Loks in der Luft hingen, 20.06.2025. Zusammen mit den beiden Loks erreichten auch ein Großraumförderwagen der HBP mit 3,15 m³ Ladevolumen, eine Reihe von Ersatzteilen sowie mehrere kleine Standardhunte die Herrenleite, wobei letztere nicht für unsere Sammlung bestimmt sind. Bereits vor einem Jahr haben wir bei einem Arbeitseinsatz vor Ort zahlreiche Fahrleitungsarmaturen wie z.B. Fahrdrahthalter, seitliche Abspannungen, Trenner und Luftweichen geborgen und im Rahmen des jetzigen Transportes ebenfalls in die Herrenleite geholt. Unser Dank gilt Herrn Stute, den Mitarbeitern der HBP, der Spedition Futuretrans und dem Karosseriefachbetrieb Reichelt, welche die Aktion auf unterschiedliche Art unterstützt haben und allen Spendern, die die Beschaffung überhaupt erst möglich gemacht haben.

Ein mit Ersatzteilen und Fahrleitungskomponenten gut gefüllter Hunt während des vorbereitenden Arbeitseinsatzes im Bergwerk Cígel, 11.09.2024. Soweit nicht anders angegeben, alle Fotos: M. Otto.
- Rückblick auf Pfingsten: Große Feldbahnschau und 75 Jahre Dieselloks von LKM
Vor 75 Jahren wurden die ersten Dieselloks beim VEB Lokomotivbau „Karl Marx“ Babelsberg hergestellt. Grund genug, die LKM-Loks in den Mittelpunkt der diesjährigen Feldbahnschau zu Pfingsten zu stellen. So konnten unsere Besucherinnen und Besucher zwei Dutzend Lokomotiven aus Babelsberg erleben, davon über die Hälfte betriebsfähig im Einsatz. Zahlreiche weitere Programmpunkte rundeten das lange Wochenende ab, insgesamt fanden über 1500 Gäste den Weg in die Herrenleite.

Während unser Besucherzug mit der Coswiger Ns 2 h unermüdlich seine Runden drehte, erfreuten sich die Besucherinnen und Besucher auch an den Gastfahrzeugen der KBBK aus Königshain, hier mit einer Ns 1.
Foto: S. Klotzsch, 2025
Aus dem SEM Chemnitz war ebenfalls ein Gastfahrzeug vertreten. Diese Ns 1 zählt zu den ältesten erhaltenen Ns 1 überhaupt und stammt ursprünglich aus der Ziegelei Herzfelde. Direkt dahinter folgt unsere Ns 1 a aus der Ziegelei Jessen. Foto: S. Klotzsch, 2025 
6 Zylinder haben Durst – Vorbereitung der V 10 C für die Fahrzeugparade. Foto: M. Mai, 2025 
So viele Ns 2 bzw. Ns 2 f gab es zu den bisherigen Fahrzeugparaden nur selten zu sehen. Umso spannender für die Technikbegeisterten, die Unterschiede der Lokomotiven im Detail zu erkunden. Foto: M. Mai, 2025 
Nach der Parade sammelten sich die LKM-Loks im Steinbruch – und zwar schön sortiert nach Leistungsklasse, hier von groß nach klein. Foto: P. Heinrich, 2025 
Im Tal der Herrenleite kamen die „Postkasterl“ zum Einsatz. Bis auf eine kleinere technische Störung am Sonntagnachmittag funktionierte der Betrieb reibungslos. Foto: M. Mai, 2025 
In der Schmiede ging es heiß her: Zum Schauschmieden kam der wieder aufgearbeitete Lufthammer zum Einsatz.
Foto: S. Klotzsch, 2025
Auch der Bastelstand fand Anklang bei Jung und Alt. Aus Sandstein und Naturmaterialien konnten kleine Kunstwerke geschaffen werden. Foto: M. Weber, 2025 - Projekte und Aktivitäten der vergangenen Monate
Über den Winter ist im Feldbahnmuseum einiges passiert und wir wollen den Saisonstart zum Anlass nehmen, um über einige Themen zu berichten.
Das Feldbahnmuseum ist nun bis zum 18. Oktober immer samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Gemeinsam mit der Mansfelder Bergwerksbahn e.V., der Stadt Hettstedt als Träger des Mansfeld-Museums und dem Förderverein Mansfeld-Museum e.V. entstand eine Kooperation zur Aufarbeitung zweier Ns 2-Lokomotiven. Ziel ist es, eines der Fahrzeuge betriebsbereit herzurichten, sodass dieses als Rangierhilfe bei der Mansfelder Bergwerksbahn am Standort Kupferkammerhütte eingesetzt und in Aktion bewundert werden kann. Das zweite Fahrzeug wird optisch aufbereitet und dann wieder im Mansfeld-Museum aufgestellt.
Die beiden von LKM gebauten Loks entsprechen der ersten Lieferserie Ns 2 (alt) und sind deswegen museal besonders wertvoll. Ihr letzter Einsatzort war die Bleihütte in Hettstedt, wo sie mit einer Spurweite von 750 mm fuhren. Zumindest eine der Loks wurde jedoch mit 500 mm geliefert und zeigt verschiedene Spuren, die dies auch belegen.

Anfang Januar reisten einige Vereinskollegen nach Mansfeld, um die Fahrzeuge vor Ort zu besichtigen und weitere Details abzustimmen. Foto: P. Heinrich, 04.01.2025 
Der Transport der beiden Lokomotiven in die Herrenleite erfolgte dann Anfang April. In der nächsten Zeit werden wir die Loks befunden und gemäß der Wünsche und Anforderungen der Mansfelder Bergwerksbahn aufarbeiten. Aufgrund der abweichenden Spurweite kommen Drehschemel unter den Lokomotiven zum Einsatz. Foto: G. Rolle, 04.04.2025. Bereits im vergangenen Herbst konnten wir einen Wurfschaufellader vom Typ PML 63 (Hersteller Betrieb für Bergbauausrüstung in Aue) von privat übernehmen. Umgehend starteten die Instandsetzungsarbeiten, unter anderem war eine Achse bündig am Achslager abgeschert. Mittlerweile sind die Arbeiten am Fahrzeug weitgehend abgeschlossen und der Wurfschaufellader kann betriebsfähig vorgeführt werden.

Zur Aufarbeitung musste der Wurfschaufellader nahezu komplett demontiert werden. Hier ist der druckluftbetriebene Motor im ausgebauten Zustand zu sehen. Foto: P. Heinrich, 30.11.2024 
Für den Betrieb braucht es entsprechend viel Druckluft. Untertage finden sich hierfür ausreichend große Druckluftanlagen. Unsere bisherigen Kompressoren waren jedoch hinsichtlich der Luftmenge nicht leistungsfähig genug, sodass kurzerhand ein passender Kompressor beschafft wurde. Foto: P. Heinrich, 29.01.2025 
Nach erfolgreicher Aufarbeitung kann der PML 63 zeigen, was in ihm steckt. Im Rahmen von einzelnen Veranstaltungen soll das Fahrzeug im Einsatz vorgeführt werden. Foto: S. Otto, 03.02.2025. 
Auch an weiteren Fahrzeugen gab es Fortschritte. Zum einen erfolgte die weitere Demontage und Befundung der Dampflok Henschel Riesa. Foto: Marian Sommer, 22.02.2025. 
Der Rahmen der großen Baudampflok Henschel Bauart „Helfmann“ wurde nach vielen Jahren im aufgebockten Zustand wieder auf seine eigenen Räder gesetzt. Foto: Siegfried Otto, 31.10.2024. Im Laufe des Herbstes erreichten weitere Neuzugänge das Museum. Zunächst wurde von einem polnischen Sammler eine WLs 50, eine der klassischen polnischen Feldbahnmotorloks, erworben. Diese Maschinen wurden in Poznan in großer Stückzahl mit 40 und 50 PS gebaut, jedoch wurde keine Lok nach Deutschland exportiert. Möglicherweise gibt es zwischenzeitlich weitere WLs 40 bzw. WLs 50 in Deutschland, vielleicht ist es auch die erste dieser Loks, die den Weg nach Westen gefunden hat. Bis die Maschine fährt ist aber noch viel zu tun, an allen wesentlichen Komponenten gibt es Instandsetzungsbedarf.


Ebenfalls von einem Sammler wurden zwei LKM-Dieselloks erworben. Beide Maschinen sind teilzerlegt und nicht vollständig. Damit sind es eher langfristige Restaurierungsprojekte.

Eine der beiden Loks ist eine Ns 2 (Zweigang, Kettenantrieb). Im Einsatz war die Maschine früher auf der Schlackenbahn des Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) Eisenhüttenstadt. An ihr fehlen vor allem Getriebeteile, die schon beim EKO als Ersatzteil für eine der anderen Loks ausgebaut worden waren. Viele Jahre war sie in der Sammlung Rassmann bei Guben zu Hause. Foto: Marian Sommer, 13.12.2024. 
Die zweite Lok ist eine Ns 3 f mit einer Spurweite von 750 mm. Die Lok stammt aus der Zehdenicker Ziegeleiregion und befand sich zwischenzeitlich bei verschiedenen Museumsbahnen und Sammlern. Leider ging bei der Zerlegung des Getriebes ein Gehäuseteil verloren. Hier hoffen wir, dass es sich noch anfindet. Foto: Marian Sommer, 13.12.2024 Für die Vorführung von Fahrleitungslokomotiven auch auf Streckenabschnitten ohne Oberleitung wurde ein 1,6-m³-Hunt mit Akkuzellen bestückt. So kann eine Versorgung mit einer Spannung von 192 Volt erreicht werden, wodurch unsere Loks mit einer Fahrdraht-Nennspannung von 220 Volt ausreichend Leistung entfalten können.

Hier zu sehen ist die EL 30-1 vom Bergbaubetrieb 9 der SDAG Wismut. Gerade bergwärts ist die Leistung beachtlich. Foto: P. Heinrich, 25.02.2025. 
An einer eigentlich schon 1992 aufgearbeiteten Akkulok, der Kamenzer Metallist, fehlten bisher noch die Fenster. Die eingelagerten Fragmente wurden nun ergänzt und restauriert. Foto: S. Otto, 04.12.2024 Außerdem stand im Museumsgelände der Frühjahrsputz an. So kam mal wieder unser „Borsti“ zum Einsatz. Mit der historischen Kehrmaschine wurden Pflasterflächen von Laub und Humus befreit. Dennoch ist begleitend viel Handarbeit mit Schaufel und Besen erforderlich.

Etwa ein Dutzend Vereinsmitglieder packte mit an, sodass die Arbeit schnell erledigt war. Foto: M. Weber, 01.03.2025 
Allgemein begleitet uns die Geländepflege das gesamte Jahr über. Hier wird zum Beispiel der Hochwasserkanal vom Laub des letzten Winters befreit, damit er im Falle eines Hochwassers nicht verstopft . Foto: S. Otto, 03.05.2025 Im März stand die alljährliche Jahreshauptversammlung inklusive Vorstandswahl an, verbunden mit dem Dienstunterricht und der Arbeitsschutzunterweisung. Traditionell trafen wir uns hierfür in einem Bürogebäude außerhalb des Vereinsgeländes.

Am Rande der Jahreshauptversammlung wurden so einige Vereinsmitglieder künstlerisch tätig. Foto: S. Otto, 08.03.2025. Auch dieses Jahr nahmen wir mit unserer Transportablen Anlage am nunmehr 17. Dresdner Dampfloktreffen teil. Über 2000 Eisenbahnbegeisterte nutzten die Möglichkeit, zwischen den beiden Ausstellungsbereichen der Regelspur auf der Feldbahnstrecke chauffiert zu werden.

Beim Aufbau der knapp 300 m langen Strecke auf dem Fußweg der Zwickauer Straße ist viel Muskelkraft gefragt. Aber wie heißt es so schön: Viele Hände, schnelles Ende. Foto: A. Locke, 11.04.2025 
Nicht nur Eisenbahnen gab es zu bestaunen: Historische Busse stellten den Pendelverkehr zum Dresdner Hauptbahnhof sicher. Foto: A. Locke, 13.04.2025. Den eigentlichen Saisonauftakt im Feldbahnmuseum Herrenleite bildeten die Bahnerlebnistage am 26. und 27. April. Bei frühlingshaften Wetter fanden etwa 600 Besucher den Weg in die Herrenleite und konnten das kleine Rahmenprogramm im Feldbahnmuseum erleben.

Der Besucherzug ist abfahrbereit im Oberen Bruch. Foto: S. Klotzsch, 26.04.2025. 
Parallel kam u.a. ein Grubenzug zum Einsatz, hier auf der Bergseite die erst kürzlich in Betrieb genommene B 660 aus dem Thüringer Fluß- und Schwerspatbergbau. Foto: S. Klotzsch, 26.04.2025. 
Auf dem Werkstattvorplatz konnten einige Feldbahnloks besichtigt werden. Im Hintergrund sind die beiden Ns 2 aus Mansfeld zu erkennen. Foto: S. Klotzsch, 26.04.2025. 
Am Feiertag des 1. Mai fand im Granitabbaumuseum Königshain ebenfalls der Saisonauftakt für das Jahr 2025 statt. Mehrere Vereinsmitglieder unterstützten die Veranstaltung durch die Vorführung der Schauanlage im Außenbereich des Museums. Foto: S. Otto, 01.05.2025. - Abschied von unserem Theo I.
Im Jahr 1993 kauften wir von einem Coswiger Baubetrieb einen Mobilbagger vom Typ T 174-1. Die Investition von 500,- DM lohnte sich: Der Bagger erleichterte zahlreiche Aufgaben auf dem damaligen Klotzscher Vereinsgelände, bei Außeneinsätzen und zu guter Letzt auch beim Umzug von Klotzsche in die Herrenleite Ende der 1990er Jahre. In diesem Zusammenhang beschafften wir auch einen weiteren Mobilbagger (T 174-2), welcher entscheidende Vorteile gegenüber seinem technischen Vorgänger hatte: Eine Druckluftbremsausrüstung, eine hydraulisch betätigte Abstützung und dadurch eine höhere Tragfähigkeit von 2,5 t. So wurde der liebevoll „Theo“ genannte T 174-1 Anfang der 2000er Jahre arbeitslos und auf dem Museumsgelände in der Herrenleite abgestellt. Einige Bauteile fanden als Ersatzteile in seinem jüngeren Bruder Verwendung.
Da der mittlerweile nicht mehr ganz so mobile Mobilbagger nun einem Bauprojekt im Wege stand, entschlossen wir uns zur Abgabe des Baggers an „Schrauber und Bastler“. Diese konnten den T 174-1 am vergangenen Wochenende bergen und wollen ihm auf einem Bauernhof in der Nähe neues Leben einhauchen.

Der Zustand des T 174-1 war aufgrund der über 20-jährigen Abstellzeit nicht mehr wirklich der Beste. Zudem fehlten einige Komponenten, welche als Ersatzteile für unseren „neuen Theo“ T 174-2 gewonnen wurden. Foto: M. Weber, 23.11.2023. 
Der Bagger bei einem seiner ersten Einsätze für den Verein: Abladen von frisch in der Ziegelei Dresden-Torna abgebauten Schienen auf einem Zwischenlagerplatz. Foto: R. Dominik, 26.9.1993. 
Bagger-Tanzpaar? Nein, der jüngere verhilft dem alten Theo in die Transport-Position. Foto: M. Weber, 7.12.2024. 
Bevor der Bagger den Hof verlassen konnte, musste er nochmals als Organspender herhalten. Der Motor vom Typ 2 VD 14,5/12 SRL ist auch in einigen Feldbahnloks verbaut, die Ersatzteilbeschaffung gestaltet sich nicht einfach. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, den Motor nicht mit abzugeben. Foto: P. Heinrich, 7.12.2024. 
Mit stilechter Zugmaschine trat unser Theo I nun die Reise in sein neues Leben an. Foto: S. Otto, 7.12.2024. - Saisonabschluß und Arbeiten im Herbst
Am Wochenende des 28. und 29. Septembers öffneten sich die Tore in der Herrenleite für die letzte große Veranstaltung im Jahr 2024. Es wurde noch einmal umfangreicher Fahrbetrieb auf 600 mm mit Personen- und Lorenzügen geboten und ca. 50 Lokomotiven ausgestellt. Als besonderen Gast konnten wir eine Gruppe Modellbahnfreunde begrüßen, welche eine große Modellbahnanlage auf 45-mm-Spur mit vielen Echtdampf-Lokomotiven vorführten. Trotz recht durchwachsenem Wetter fanden wieder zahlreiche Besucher den Weg in die Herrenleite.

Vor dem historischen Ellokschuppen aus Demitz-Thumitz zeigte sich die im Sommer neu in unsere Sammlung gekommene vierachsige Fahrleitungslokomotive von LEW aus dem Jahr 1952. Sie fuhr ursprünglich im Glaswerk Jena und steht hier neben ihrer genau 30 Jahre älteren Schwester von AEG aus dem Glassandwerk Hosena. Foto: M. Otto, 29.9.2024. 
Lorenzug mit der ebenfalls neu in unsere Sammlung gekommenen Jung ZL 114, welche ursprünglich bei der Baufirma Trommer in Schönheide im Einsatz war. Foto: M. Otto, 29.9.2024. 
Auf den Handverschubgleisen im Oberen Bruch gab es Vorführungen, wie Loren per Drehscheibe und „Frosch“ von einem Gleis zum anderen bewegt werden können. Foto: M. Otto, 29.9.2024. 
Blick aus dem Draisinen-Beiwagen auf die Regelspurstrecke bei Mockethal. Foto: M. Otto, 28.9.2024. 
In der Fahrzeugausstellung wurde u.a. die zur Schleppkabellok umgebaute Metallist mit den beiden zugehörigen Flachwagen aus dem Edelstahlwerk Freital gezeigt. Foto: M. Otto, 29.9.2024. 
Lorenzug während der Fahrzeugparade am Nachmittag. Foto: M. Otto, 28.9.2024. 
Nachdem die Loks bei der Fahrzeugparade das Publikum passiert haben, sammeln sie sich im oberen Abschnitt der Strecke. Foto: M. Otto, 28.9.2024. 
In der Museumshalle konnten nicht nur zur Freude der jüngsten Besucher zahlreiche Echtdampf-Modelle auf 45-mm-Gleisen in Aktion bewundert werden. Foto: M. Otto, 29.9.2024. 
Ein junger Feldbahn-Fan hatte aus Lego eine unserer AEG-Fahrdrahtlokomotiven nachgebaut und mitgebracht – ein wirklich gelungenes Modell. Foto: M. Otto, 29.9.2024. 
Inspiration in einer anderen Form holte sich eine Besucherin und fertigte spontan eine Aquarellzeichnung mit dem Blick aus der Museumshalle an. Foto: M. Otto, 28.9.2024. Eine Woche vor unserer Herbstausstellung fand im Steinbruchmuseum Königshain bei Görlitz das jährliche Familienfest statt. Drei Vereinsmitglieder der HFD unterstützten die Veranstaltung und übernahmen die Führungen in der Außenausstellung inkl. Fahrbetrieb auf der kurzen Feldbahnanlage mit der vor Ort vorhandenen Ns 1.

Erläuterung der Feldbahnfahrzeuge im Steinbruchmuseum Königshain. Foto: S. Otto, 22.9.2024. 
Mitte Oktober fand das traditionelle Internationale Feldbahntreffen statt. Ausrichter war diesmal die Hedelands Veteranbane in Dänemark. Zwei Vereinsmitglieder der HFD nahmen an dem Treffen teil und konnten unter anderem diese ursprünglich bei dänischen Rübenbahnen eingesetzten 700-mm-Fahrzeuge auf der über 5 km langen Strecke in Betrieb erleben. Foto: M. Otto, 13.10.2024. Einen herbstlichen Einsatz gab es auch für unseren S 4000 ins Osterzgebirge, um einen Wurfschaufellader abzuholen. Die im Jahr 1977 vom Betrieb für Bergbauausrüstung in Aue gebaute Maschine vom Typ PML 63 (mit 110 Litern Schaufelinhalt) konnten wir von privat erwerben, langfristig wird das Fahrzeug unsere Bergbausammlung bereichern. Der 3,3 Tonnen schwere Wurfschaufellader hatte allerdings eine bündig vor einem Achslager abgescherte Achse. Den Beteiligten juckte es aber so sehr in den Fingern, dass die Arbeiten zur Instandsetzung bereits begonnen haben.

Alt trifft Neu: Beim Umladen des Wurfschaufelladers. Foto: J. Sommer. 
Die gebrochene Achse wurde mit Hilfe eines selbst gebauten Abziehers bereits demontiert. Foto: P. Heinrich. Auch an anderen Fahrzeugen sind Fortschritte zu verzeichnen. Neben Arbeiten an der Jung ZL 233 aus Wülknitz und der RL 1 c aus Frankreich ging es auch an den beiden Henschel-Dampfloks weiter.

An der Henschel Helfmann erfolgte der Einbau der Achsen und des Bremsgestänges, parallel wurden letzte Korossionsschutzarbeiten am Rahmen durchgeführt. Foto: M. Lenk. 
Um die Helfmann demnächst wieder abbocken zu können, wurden leichte 750-mm-Gleisjoche neu gebaut. So kann die Lok demnächst in die Museumshalle rollen. Foto: P. Heinrich. 
Für die Henschel Riesa wurden neue Pufferteile gefertigt. Hier erfolgt das Einnieten mit historischem Werkzeug in unserer Schmiede. Foto: M. Lenk. Bei einem Sturm brach ein großer Ast von einer alten Eiche ab und fiel auf ein Gebäue, welches noch aus Steinbruchzeiten stammt und später als Wohnhaus und Unterkunft für die Wachsoldaten genutzt wurde. Das Gebäude ist noch nicht saniert, erhielt aber von uns bereits vor über 10 Jahren eine Notdachabdichtung aus Wellblech, um es vor Verfall zu bewahren. Leider wurde das Dach von dem Ast beschädigt und mußte entsprechend wieder instandgesetzt werden.

Der Ast auf dem Dach. Zwei Arbeitseinsätze später war der Ast vollständig beräumt und das Dach wieder dicht. Foto: M. Otto, 2.11.2024. Um den Fahrzeugneuzugängen der letzten Zeit einen sicheren und trockenen Abstellplatz zu ermöglichen, wurden einige Bestandsfahrzeuge umgeräumt und Platz in der Wagenhalle geschaffen.

Großes Wagen-Tetris in der Wagenhalle: Viele Fahrzeuge wurden bislang einfach so reingestellt, nun wurde die Einlagerung „optimiert“, sodass weitere Fahrzeuge ins Trockene können. Foto: M. Weber. 
Unter anderem zog der Holzkastenkipper aus dem Ausstellungsbereich in die Wagenhalle um. Aufgrund der abweichenden Spurweite von 750 mm erfolgt der Transport mittels Hilfs-Drehgestellen. Foto: G. Rolle. 
Die letzten Meter muss der Holzkastenkipper dann ohne Gleis zurücklegen, um den Weg in die Wagenhalle zu finden. Foto: A. Rolle. 
Es ist Herbst. Daher zum Abschluß noch eine kleine Impression von einer der alten Sandsteintreppen auf dem Museumsgelände im bunten Blättermeer. Foto: M. Otto, 9.11.2024. - Unterwegs mit dem S 4000
Nach erfolgreich bestandener Hauptuntersuchung rollte unser vereinseigener S 4000 in den vergangenen Tagen viele Kilometer über die Straßen, um einige Erledigungen durchzuführen. Unter anderem wurden Sand, Betonschwellen und eine weitere neue Lok für unsere Sammlung transportiert.

Auf der ersten Tour ging es für den S 4000 in eine nahegelegene Kiesgrube, um Sand zu holen. Damit konnten wir den neu errichteten Sandkasten auf dem Museumsgelände komplettieren und unseren jüngsten Besuchern wird etwas Neues geboten. Foto: J. Sommer, 2024. 
Eine weitere Fahrt führte am ersten Septemberwoche nach Weißwasser zur Waldeisenbahn Muskau. Mit im Gepäck war eine historische Straßenwalze vom Hersteller Schwartzkopff als fahrendes Ausstellungsstück. Hier zu sehen das Abladen in der Herrenleite. Aufgrund eines gerissenen Keilriemens erfolgte dies jedoch mit Unterstützung unseres Gabelstaplers. Foto: M. Weber, 2024. 
Am 19. September erreichte die 125. Lok und zwei zugehörige Flachwagen unsere Sammlung: Eine zur Schleppkabellok umgebaute Metallist (40284/1959(?)), welche viele Jahre im Edelstahlwerk Freital für den Verschub in der Werkhalle im Einsatz war. Herzlichen Dank an das Edelstahlwerk, dass wir dieses interessante Fahrzeug übernehmen konnten! Foto: P. Heinrich, 2024. 
Am Wochenende 21./22. September war der S 4000 erneut in Weißwasser auf Besuch und brachte eine Ladung gebrauchter Betonschwellen mit in die Herrenleite. Die Schwellen fallen bei der Sanierung der Strecke in Richtung der ehemaligen Tongrube Mühlrose der Waldeisenbahn an und sollen bei uns in der Herrenleite für den Bau eines Abstellgleises verwendet werden. Foto: M. Sommer, 2024.
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