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Aktuelles

  • Sanierung Außenputz an der Schmiede

    Bereits seit einigen Jahren arbeiten wir an der Einrichtung einer historischen Steinbruchschmiede als Schaubereich. Dazu wird ein eigentlich vergleichsweise modernes Gebäude aus den 1960er Jahren so umgestaltet, daß es den Eindruck erweckt, es handele sich um eine klassische Schmiede aus der Zeit um 1925. Die Innenausstattung mit Werkzeugen und Maschinen besteht fast ausschließlich aus historischen Originalobjekten, welche aus verschiedenen Orten zusammengetragen worden. Das Gebäude soll dazu die passende bauliche Hülle bilden.

    Der Innenausbau ist bereits weitgehend fertig, jedoch war die Sanierung des Putzes an den Außenwänden lange Zeit ungelöst. Die Herausforderung besteht darin, den optischen Eindruck eines klassischen Putzes für Industriegebäude aus früherer Zeit wieder auferstehen zu lassen. Mangels hinreichender Erfahrung beim Verputzen konnten wir diese Arbeiten nicht selbst durchführen. Es ist uns nun aber gelungen, Fördermittel aus dem “Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ des Deutschen Verbandes für Archäologie, finanziert von der Kulturstaatsministerin der Bundesregierung, einzuwerben. Damit kann die Sanierung des Außenputzes von der Fachfirma “Bauhütte Schulz“ durchgeführt werden, welche viel Erfahrung im Denkmalbereich und bei Restaurierungen mitbringt. Zum Einsatz kommt ein zweischichtiger Kalkputz in Kratztechnik. Wir bedanken uns beim DVA für die Unterstützung und freuen uns bereits auf den Tag der Fertigstellung, wenn die Schmiede dann auch von außen ein Schmuckstück ist.

    Zur Vorbereitung der Putzsanierung haben wir den Winter über u. a. lose Altputzreste entfernt, 15.1.2022.
    Aufbringen der unteren Putzschicht an der Rückseite des Gebäudes durch die Restauratoren der Bauhütte Schulz, 19.4.2022.

    Alle Fotos: M. Otto.

  • Arbeiten an Dampfloks und Gelände

    In den letzten anderthalb Monaten hat sich wieder einiges getan im Feldbahnmuseum. So erfolgten Arbeiten an gleich drei Dampflokomotiven, es wurden zahlreiche eingelagerte Werkzeugmaschinen und museale Exponate zwischen verschiedenen Standorten umgeräumt, um Platz für die Erweiterung der vorhandenen Dreherei zu schaffen, und die Arbeiten zur Waldpflege sowie der Rückschnitt von Gestrüpp an der Regelspurstrecke in Mockethal konnten bis zum Beginn der Vogelschutzzeit abgeschlossen werden.

    Aktuell nehmen die Vorbereitungen für den Beginn der Besuchersaison an Fahrt auf. Die erste Veranstaltung in diesem Jahr sind die Bahnerlebnistage am Wochenende 23. und 24. April.

    Endlich Frühling! Ein C-Falter freut sich über die sonnengefluteten Gleisanlagen, 26.3.2022.
    Auch die Kipphunte aus dem ehemaligen Zinnerzbergwerk Altenberg genießen das Frühlingswetter, 26.3.2022.
    Bei der Krauss-Dampflok 7790 haben sich starke Verschleißerscheinnungen an den Kesselrohren eingestellt, sie müssen daher ausgetauscht werden. Hier werden gerade die alten Rohre vom Rohrspiegel an der Rauchkammer getrennt. Foto: P. Heinrich, März 2022.
    Nach dem anschließenden Lösen auf der Feuerbüchsseite können die alten Rohre herausgezogen werden, 29.1.2022.
    An der Henschel-Dampflok vom Typ Riesa erfolgten verschiedene Befundungsarbeiten an Zylindern und Triebwerk, 22.1.2022.
    Bei der aus Essen stammenden Henschel-Dampflok vom Typ Helfmann hat die jahrzehntelange Abstellung unter freiem Himmel in Teilbereichen erhebliche Korrosionsschäden verursacht, hier erkennbar am dicken Plattenrost zwischen Führerhausseitenwand und Rahmen, 19.2.2022.
    Die Gehäuseteile werden daher demontiert, um den Rost zu beseitigen und einzelne nicht mehr rettbare Blechpartien erneuern zu können, 19.2.2022.
    Alle reden von Elektromobilität… Akkulokparade vor der Museumshalle. Foto: P. Heinrich, März 2022.
    Transport des Quecksilberdampfgleichrichters vom Glassandwerk Hosena an einen neuen Lagerort. Er diente bis zum Ende des Betriebs in Hosena der Stromversorgung für die mit Fahrleitung elektrifizierten Feldbahnstrecken, 12.3.2022.
    Das Herzstück des Gleichrichters, der Glaskolben mit den Armen für die Anoden. Foto: P. Heinrich, März 2022.
    In Mockethal wurden die letzten 30 m der Regelspurstrecke bis zum Bahnübergang Arthur-Thiermann-Straße von umfangreichem Gestrüpp und Wildwuchs befreit. Dieses Streckenstück konnte von unserem Museum bisher leider nicht erworben werden, da die Stadt Pirna hier aktuell Planungen für eine Buswendeschleife verfolgt. Als Zwischenlösung konnten wir jedoch eine Nutzungsvereinbarung abschließen, 26.2.2022.
    Weiter taleinwärts hatten die Frühjahrstürme mehrere Pappeln umgeworfen und weitere wiesen eine erhebliche Schrägneigung auf, weshalb sie vorsorglich gefällt wurden, 26.2.2022.
    Vom Torfwerk Koch in Saterland-Ramsloh konnten wir eine größere Anzahl Torfloren übernehmen, darunter einen Zug mit hölzernen Aufbauten in klassischer Bauform. Die Wagen sollten im Torfwerk nach jahrelanger Abstellzeit bereits verschrottet werden und befinden sich in einem eher schlechten Zustand, sind aber wiederaufbaufähig, 19.3.2022.

    Soweit nicht anders angegeben, alle Fotos: M.Otto.

  • Geländepflege im Februar

    Zu den Tätigkeiten im Feldbahnmuseum gehören viele Arbeiten, die mit dem Thema Feldbahn eigentlich gar nichts zu tun haben, für ein funktionierendes Museum aber unabdingbar sind. So nimmt die Pflege und Instandhaltung des Geländes und der zahlreichen Gebäude immer wieder breiten Raum ein. Anfang Februar widmeten wir uns u. a. dem Freischnitt entlang der Zufahrtsstraße im Tal und der Reinigung des Außenparkplatzes.

    An den Rändern der Zufahrtsstraße zum Museumsgelände werden junge Bäume und Gestrüpp zurückgeschnitten, die in das Lichtraumprofil der Straße ragen.
    Am Haupteingang wird die Abflußrinne von eingespültem Laub und Sand gereinigt.
    Parallel wird am Baustofflager Beton gemischt und mit der Umbau-Akkulok aus der Ziegelei Neustadt/Orla in Richtung Haupteingang transportiert… Foto: S.Otto, 5.2.2022.
    …um dort ausgebrochene Stellen an den Seitenwänden des Sandfanges reparieren zu können.
    Die großen Flächen des Außenparkplatzes werden mit unserer Kehrmaschine gereinigt. Das Gerät wurde von der Fa. Leiber in den 1960er Jahren gebaut und wird von einem kleinen Güldner-Dieselmotor angetrieben. Trotz dieser Arbeitserleichterung ist an den Rändern des Parkplatzes weiterhin Handarbeit gefragt.

    Soweit nicht anders angegeben, alle Fotos: M.Otto, 5.2.2022.
  • Vegetationsarbeiten an der Regelspurstrecke

    Seit einigen Jahre bemühten wir uns um den Erwerb der Ladestelle Mockethal, um später einmal einen geeigneten Endpunkt unserer Feldbahnstrecke außerhalb der Herrenleite bauen zu können. Mittlerweile wurden diese Grundstücke von der Deutschen Bahn an Dritte verkauft. Im Jahr 2021 konnte unser Verein nach längeren Gesprächen mit dem neuen Eigentümer weitere etwa 150 m Strecke erwerben. Durch die Erweiterung unseres Grundstückes vereinfacht sich der Zugang für Besucher zum Streckenendpunkt in Mockethal, auch wenn wir die ursprünglich favorisierte Variante (Endpunkt auf der Ladestelle Mockethal) leider nicht realisieren können.

    Zum traditionellen Jahresendeinsatz konnten wir nun unter Einhaltung der üblichen Corona-Regeln Grünpflege betreiben, sodass zu den nächsten Veranstaltungen die Draisine noch ein Stück weiter fahren kann.

    Nicht nur das Freischneiden des Lichtraumprofils ist wichtig: Zur Herausforderung werden lange Brombeerranken, die sich im Schotterbett wohlfühlen, jedoch zur Betriebssicherheit des Draisinenverkehrs weichen müssen.
    Foto: M. Weber, 29.12.2021.
    Auch im Streckenabschnitt, welcher schon seit 2006 im Vereinsbesitz ist, gab es einiges zu tun. Die schweren Herbststürme hatten mehrere Bäume umgeworfen, die es zu beräumen galt.
    Foto: M. Weber, 29.12.2021
  • Herbst im Feldbahnmuseum

    Anfang Oktober fand unsere traditionelle Feldbahnschau zum Saisonabschluss statt. Etwa 1200 Besucher konnten bei bestem Herbstwetter ein vielfältiges Programm mit unfangreichem Fahrbetrieb erleben.

    Unsere Besucher lassen sich die Bratwurst am Imbissstand schmecken, während der Besucherzug mit Volldampf vorbeifährt. Die Krauss-Dampflok war an beiden Tagen sowohl vor dem Besucherzug als auch vor authentischen Feldbahnzügen im Einsatz. Foto: M. Weber, 04.10.2021.
    Als Gastfahrzeug besuchte uns die BND 30 vom Sächsischen Eisenbahnmuseum. Vielen Dank an die Feldbahner aus Chemnitz-Hilbersdorf. Foto: M. Weber, 04.10.2021.
    Aufgrund der aktuellen Corona-Lage verlagerten wir den Vortrag zur Vereins- und Feldbahngeschichte kurzerhand vom Vortragsraum ins Freie auf den Gleislagerplatz. Unser „Feldbahn-Freilufttheater“ kam gut bei den Besuchern an. Foto: M. Weber, 04.10.2021

    Das Sturmtief „Ignatz“ war auch in der Herrenleite aktiv. Im Bereich der unteren Ausweichstelle lag ein Baum quer und hat beim Fall gleich eine abgestellte Kipplore entgleisen lassen. Zum Glück ist die Feldbahntechnik robust: Nach Einsatz der Kettensäge und Winde war das Gleis nach 30 Minuten wieder frei und die Lore wieder auf den Schienen. In anderen Bereichen des Museumsgeländes sind ebenfalls einige Bäume von „Ignatz“ umgepustet worden, wir haben also wieder genug Brennholz für die Dampflok!

    Ein etwas ungewöhnlicher Gast auf den Gleisen des Feldbahnmuseums ist diese kleine Schöma-Diesellok, welche für den feldbahngerechten Transport der Kettensäge genutzt wurde. Foto: M. Weber, 23.10.2021.

    Am vorletzten Oktoberwochenende kam noch einmal die Dampflok zum Einsatz. Hintergrund waren Dreharbeiten des MDR Fernsehen für die Sendung „Einfach genial!“. Die Ausstrahlung soll noch im November erfolgen.

    Etwas beengt geht es bei den Filmaufnahmen in der Schmiede zu. Das Filmteam bestehend aus Regisseur, Kamerafrau, Tontechniker und der Moderatorin Henriette Fee Grützner lassen sich hier von unserem Schmied Felix gerade erklären, welche Lokersatzteile in der Schmiede schon alle gefertigt wurden. Foto: M. Weber, 23.10.2021

    Auch am 30. Oktober, dem letzten Öffnungstag des Museums in dieser Saison, wird die Dampflok noch einmal für unsere Besucher zu erleben sein. Danach ist das Museum planmäßig bis zum Frühjahr für Besucher geschlossen, wir arbeiten aber natürlich weiter an unseren Projekten und freuen uns auf die Saison 2022!

  • Aktuelles aus der Herrenleite

    Seit unserer letzten Veranstaltung sind nun schon 2 Monate vergangen und nun ist es Zeit, über einige Arbeiten im Feldbahnmuseum Herrenleite zu berichten.

    Traditionell im September fand in Lohmen das sogenannte „Steenbrecherfest“ statt. Nachdem die Veranstaltung im letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen musste, freuten wir uns dieses Jahr umso mehr, mit unserer kleinen transportablen Anlage direkt im Lohmener Ortskern präsent zu sein. Auf der etwa 50 Meter langen Strecke kamen eine Personenlore und die Eigenbau-Lok eines Vereinsmitglieds zum Einsatz.

    Aufbau der Anlage am Sonnabendmittag: Nachdem die Gleisjoche ausgelegt sind, erreicht die Eigenbaulok mit dem Spitznamen „Udo“ über eine abenteuerliche Rampe ihren Einsatzort für dieses Wochenende.
    Foto: M. Weber, 11.09.2021
    Nahezu ununterbrochen pendelte der kurze Zug an beiden Tagen entlang der Lohmener Dorfstraße und zauberte vielen Fahrgästen ein Lächeln ins Gesicht.
    Foto: M. Weber, 12.09.2021

    Ein besonderer Höhepunkt war das Kipplore-Treffen am letzten Augustwochenende. Dieses Treffen findet normalerweise jährlich bei wechselnden Veranstaltern statt und richtet sich an die Mitglieder des Internetforums www.kipplore.com. Etwa 50 Teilnehmer trafen sich nun in der Herrenleite, nachdem das Treffen zweimal verschoben werden musste. Auch wenn das Wetter nicht immer das beste war, gab es einen regen Austausch, gemütliche Runden und ganz viel Fahrbetrieb. Neben acht Gastfahrzeugen kamen auch Dutzende Fahrzeuge der Sammlung unseres Vereins zum Einsatz.

    Schön handlich war diese Gastlok aus Glossen, eine M00A von O&K, besser OyK Cornellà (Spanien).
    Foto: René Horner, 2021.

    Auch an einigen Feldbahnfahrzeugen gab es viel zu tun. Die Wiederinbetriebnahme der Akkulok EL 8 (HFD-Nr. 16) war einer der Höhepunkte im Sommer.

    Wieder unter Strom: Die 1973 bei LEW gebaute Akkulok vom Typ EL 8 hat nach etwa 25-jähriger Abstellzeit einen neuen Akku bekommen und kann nun zu Vorführzwecken eingesetzt werden.
    Foto: P. Heinrich, 2021
    Die Akkuzellen stammen noch aus DDR-Produktion. Im Gegensatz zu heutigen Zellen wurden sie damals trocken geliefert. So überdauerten sie mehrere Jahrzehnte und wurden im Sommer im Internet angeboten. Nach dem Einbau in den Akkukasten wurden sie mit 25 %iger Batteriesäure befüllt und anschließend einer langwierigen Formierungsladung unterzogen.
    Foto: P. Heinrich, 2021

    Auf unserer Facebook-Seite haben wir ein kurzes Video zu den ersten Fahrten der EL 8 aus eigener Kraft veröffentlicht.

    An der Henschel-Dampflok vom Typ Helfmann (HFD-Nr. 13) erfolgten Korrosionsschutzarbeiten an verschiedenen Stellen. Ziel ist zunächst die Wiederherstellung der Rollfähigkeit, um die Lok zeitnah ins Trockene stellen zu können.

    Ein druckluftbetriebener Nadelentroster vereinfacht die Arbeiten am Rahmen der Helfmann. Bis der Korrosionsschutz im Bereich des Fahrwerks abgeschlossen werden kann, ist aber noch viel zu tun.
    Foto: M. Weber, 07.08.2021
    An den für Feldbahnverhältnisse relativ großen und unhandlichen Radsätzen konnte bereits die erste Rostschutzschicht aufgetragen werden.
    Foto: M. Weber, 07.08.2021

    Nicht mehr allzu weit bis zur ersten Probefahrt ist es bei der LKM Ns 2 f aus Halle (HFD-Nr. 71). In den letzten Tagen sind hier einige Fortschritte bei den Lackierarbeiten gemacht wurden, welche erahnen lassen, in welch neuem Glanz die Lok demnächst erscheinen wird.

    Der Farbton wurde vorab anhand von Farbproben auf den vorhandenen Blechteilen bestimmt.
    Foto: G. Rolle, 10.09.2021

    Immer wieder beschäftigen uns auch Instandsetzungsarbeiten an den betriebsfähigen Fahrzeugen. So war es erforderlich, an der UNIO LDI-45 N (HFD-Nr. 54) den Anlasser zu tauschen.

    Im Vorbau der Lok geht es beengt zu, immerhin ist diese Fahrzeugfamilie ursprünglich für einen untertägigen Einsatz konzipiert wurden.
    Foto: M. Weber, 11.09.2021

    Um die Grünpflege im Museumsgelände zu vereinfachen, wird derzeit eine Konstruktion aus einem hydraulischem Mähwerk auf einem Feldbahnwagen hergestellt.

    Unsere in der Entstehung befindliche Arbeitshilfe für das Mähen entlang der Feldbahnstrecken wird hier gerade das erste Mal auf des Gleisnetz der Herrenleite rangiert.
    Foto: M. Weber, 11.09.2021
  • Sommerfahrtage im Feldbahnmuseum

    Am Wochenende 10./11. Juli 2021 fanden im Feldbahnmuseum Herrenleite die alljährlichen Sommerfahrtage statt. Unsere Besucher konnten ein breites Programm erleben: Neben einer Fahrzeugausstellung mit über 40 Lokomotiven wurde ein abwechslungsreicher Fahrbetrieb geboten, natürlich auch mit der Dampflok Krauss 7790. Führungen, Draisinenfahrten, Souvenirverkauf und ein Bastelstand rundeten das Angebot für die über 1200 Besucher ab.

    Das Feldbahnmuseum Herrenleite hat bis Ende Oktober immer samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die nächste große Veranstaltung ist für den 2. und 3. Oktober geplant.

    Die Krauss 7790 im Einsatz vor dem Personenzug. Durch den Einsatz eines vierten Wagens konnte fast 50 Besuchern Platz im Zug geboten werden. Foto: M. Weber, 2021.
    Beim Umsetzen im Steinbruch trifft Krauss 7790 auf ihre Schwester Krauss 7789. Foto: M. Weber, 2021.
    Auch die LKM Ns 3 f kam vor dem Besucherzug zum Einsatz. Die O&K RL 1 a links im Bild wartet auf ihren Einsatz vor einem Lorenzug. Foto: M. Weber, 2021.
    Die O&K LD 2, Baujahr 1936, rangiert hier gerade mit einer beladenen Sandsteinlore. Die Einzylindermaschine mit über 4 Litern Hubraum war natürlich nicht nur optisch ein Blickfang, sondern sorgte bei der Bergfahrt mit einer beladenen Lore auch für ein akustisches Erlebnis. Foto: M. Weber, 2021.
    Seit langem mal wieder im Einsatz war die Metallist-Akkulok vom Lausitzer Granit Kamenz, stilecht mit einem Steinplattenkippwagen. Foto: M. Weber, 2021.
    Auch weitere Akkuloks kamen zum Einsatz, unter anderem vor einem Zug aus 1,6 m³-Hunten. In der unteren Ausweichstelle ergab sich dieses kleine BBA-Treffen, ganz links unser Neuzugang, ehemals aus dem Glaswerk Jena, mit den dazugehörigen Wagen. Foto: M. Weber, 2021.
    Die kleinen und großen Besucher konnten in der Museumshalle mit Sandstein und Naturmaterialien kleine Andenken an ihren Besuch im Feldbahnmuseum basteln. Foto: M. Weber, 2021.
    Die sommerlichen Temperaturen lockten die Besucher auch oft zum Waffel- und Eisstand im historischen Citroen HY. Zwischen den rostigen Feldbahnlokomotiven schmeckt das Eis doch gleich doppelt so gut. Foto: M. Weber, 2021.
  • Vorbereitung Sommerfahrtage

    Am kommenden Wochenende (10./11. Juli) steht im Feldbahnmuseum mit den Sommerfahrtagen die erste Veranstaltung in diesem Jahr ins Haus. Schon längere Zeit laufen die Vorbereitungen, es wird aufgeräumt, Grünpflege betrieben und Fahrzeuge werden geputzt. Auch die jährliche Äußere Kesseluntersuchung der Dampflok Krauss 7790 war fällig. Am letzten Dienstag wurde diese durch den Sachverständigen Uwe Jachmann von der Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft durchgeführt und erfolgreich bestanden.

    Ein großer Brocken ist immer der Freischnitt der Regelspurstrecke durch das Tal, damit die Langenauer Eisenbahnfreunde mit ihrer Draisine fahren können. Normalerweise erfolgt das erste Mähen vor Pfingsten. Doch dieses Jahr hatte die Natur zwei Monate länger Zeit sich zu entfalten, so dass die Strecke bis vor kurzem zu großen Teilen so aussah:

    Mehrere Vereinsmitglieder hatten das Vergnügen, sich stundenlang durch Brombeerranken, Brennnesseln und anderes Gestrüpp zu kämpfen:

    Das Ergebnis belohnt dann für die Mühen, jeder kann die Gleise wieder erkennen:

    Aber, bevor es mit den Fahrten losgeht, muss das Gleis noch vermessen werden:

  • Übernahme von Fahrzeugen und Material von der Lichtenhainer Waldeisenbahn

    Vor kurzem gab es für unser Feldbahnmuseum eine ganze Reihe an Neuzugängen. In den neunziger Jahren hatten die Jenaer Eisenbahnfreunde e. V. ausgehend von der Bergstation der Oberweißbacher Bergbahn die 600-mm-spurige Lichtenhainer Waldeisenbahn aufgebaut. Für die Bahn wurden auch zahlreiche Feldbahnfahrzeuge zusammengetragen, unter anderem aus dem Glaswerk Jena. Im Laufe der letzten Jahre wurde es für den Verein immer schwieriger, die Bahn zu unterhalten und regelmäßig zu betreiben. Die Gründergeneration kam in die Jahre und Nachwuchs vor allem vor Ort blieb aus, so dass Fahrtage und Arbeitseinsätze weniger wurden und seit einigen Jahren der Fahrbetrieb ganz ruhte. Vor zwei Jahren bahnte sich eine Kooperation mit dem bekannten Feldbahnfreund Peter Erk aus Ilmenau an, der auch Betreiber des Besucherbergwerks Volle Rose im Schortetal sowie der Parkbahn im Britzer Garten in Berlin ist. Mit Unterstützung einiger Aktiver des alten Vereins hat er nun die Betriebsführung in Lichtenhain übernommen. In Zukunft möchte man sich nun auf einen touristischen Betrieb konzentrieren. Deshalb wurde entschieden, vor Ort aufzuräumen und nicht benötigtes Material abzugeben. Einige Fahrzeuge wechseln nach Ilmenau und bereichern die Feldbahnsammlung im Schortetal.

    Eine ganze Reihe weiterer Fahrzeuge wurde unserem Museum zum Zweck der weiteren musealen Erhaltung überlassen. Darunter befinden sich zwei Akkuloks B 660 mit erhöhtem Führerhaus, mehrere vierachsige Wagen sowie eine ganze Reihe weiterer ursprünglich im Jenaer Schott-Glaswerk eingesetzter Wagen. Passenderweise berichten wir im Werkbahnreport 22, welcher im Mai 2021 neu erschienen ist, über diesen Feldbahnbetrieb. Aber auch ein vierachsiges U-Boot (Untertagepersonenwagen) aus polnischer Produktion, welches einmal zusammen mit unserer AM 8 vom Schachtbau Nordhausen (HFD-Nr. 106) auf der Baustelle Trinkwasserstollen der Talsperre Leibis eingesetzt war, gehört zu den Neuzugängen. Ebenfalls eine Bereicherung unserer Sammlung ist ein Granby-Wagen der kleineren Bauart (1,6 m³ Fassungsvermögen), bei uns war bisher nur die 2 m³-Version vertreten. Wir bedanken uns ganz herzlich für die großzügige Unterstützung und senden die allerbesten Wünsche für die geplante Wiederaufnahme und angedachte Erweiterung des Betriebs!

    Gut bepackt erreicht der Transport die Herrenleite.
    Foto: Siegfried Otto.
    Nach dem Abladen in der Herrenleite reihen sich die B 660-Lokteile auf.
    Foto: Siegfried Otto.
    Eine der beiden B 660 wurde in der Zwischenzeit einer Durchsicht unterzogen und montiert. Mit den Akkus der Ludwigsdorfer B 660 (HFD-Nr. 6) absolvierte sie mit zwei der ehemals Jenaer Vierachser erfolgreich eine Probefahrt. Foto: Siegfried Otto.

  • Gleisbau an der Schmiede

    Da wir unser Museum aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage derzeit leider nicht für den Besucherverkehr öffnen können, nutzen wir die Zeit für einige Projekte auf dem Museumsgelände. Das seit einigen Jahren neben der Schmiede provisorisch verlegte Abstellgleis konnte bislang nur mit sehr leichten Fahrzeugen befahren werden, außerdem reichte das Gleis nicht bis auf den befestigten Platz zwischen Schmiede und oberen Steinbruch.

    Am Pfingstwochenende wurde diese Gleisanlage nun zurückgebaut und durch ein neues Gleis ersetzt. Dieser Zustand ist zwar zunächst auch nur ein Provisorium, kann aber mit etwas größeren Loks befahren werden und ermöglicht nun aber das Ein- und Ausgleisen von Feldbahnfahrzeugen auf der befestigten Fläche. Damit können wir deutlich einfacher weitere Wagen auf unsere Gleisanlage setzen, was den Fahrbetrieb vor allem bei den Veranstaltungen bereichern wird.

    Das neue Gleis erhält einen massiveren Unterbau als das bisherige Provisorium und wird teilweise in den befestigten Platz eingelassen. Foto: M. Weber, 2021.
    Um den Übergang an der Anschlussweiche vom stärkeren Schienenprofil der Strecke auf das dünne Feldbahn-Profil (ca. S 10) herzustellen, mussten spezielle Übergangslaschen angefertigt werden. Foto: M. Weber, 2021.
    Nach umfangreicheren Erdarbeiten wird die Fläche noch eingeebnet und mit unserer Vibrationswalze verdichtet, das erleichtert später die Grünpflege ungemein. Foto: M. Weber, 2021.
    Die Probefahrt erfolgt in den letzten Sonnenstrahlen des Tages mit unserer Diema DS12 aus dem Torfwerk Sassenburg-Westerbeck (HFD-Nr. 96). Foto: M. Weber, 2021.

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