Herzlich Willkommen im Feldbahnmuseum Herrenleite!

Öffnungszeiten

Das Museum ist vom 25. April bis 24. Oktober 2026 sonnabends von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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18./19. April 2026

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Teile für Jung ZL 233

Schienen Profil R50 mittelfristig abzugeben

Neuerscheinung Mai 2025:

Werkbahnreport 26

Mai 2025, 52 Seiten, teilweise farbig
Preis 8,- EUR (inkl. Versand 9,- EUR), vorrätig

Aus dem Inhalt:
HFD-Aktuell
Freitaler Bergziege
Kemmlitz Werk III
FA 860 der SDAG Wismut
Plattenwerk Niedersedlitz
LOWA-Meterspur-Dampfspeicherlok
Ende EL 2 Espenhain
DDR-Loks Hamhung
Rezensionen

Aktuelles

  • Aktivitäten im Herbst und Winter

    In den letzten Monaten war in der Herrenleite und außerhalb wieder einiges los und nun findet sich etwas Zeit, von den wichtigsten Ereignissen zu berichten.

    Veranstaltungen

    Vom 3. bis 5. Oktober fand unsere große Herbstausstellung statt. Bei teilweise wunderschönem Herbstwetter waren nochmal eine ganze Reihe Fahrzeuge im Einsatz zu erleben bzw. konnten in den verschiedenen Ausstellungsbereichen besichtigt werden. Hervorzuheben waren auch die große Modellbahnanlage auf 45-mm-Spur mit Echtdampfmodellen sowie die Fahrten mit der Regelspurdraisine auf der Strecke nach Mockethal.

    Jung EL 105 aus der Terazzofabrik Kroppen auf Bergfahrt in der milden Herbstsonne. Foto: M. Otto, 3.10.2025.
    Personenzug mit Ns 2 h aus dem Spannbetonwerk Coswig. Foto: M. Otto, 3.10.2025.
    Auf den Regelspurgleisen innerhalb des Museumsgeländes war zeitweise die N 4 zu erleben. Foto: M. Otto, 3.10.2025.
    Leckeren selbstgebackenen Kuchen gab es in der Museumshalle. Foto: M. Otto, 3.10.2025.
    Für interessierte Besucher wurden zweimal am Tag Führungen über das Gelände angeboten. Dabei wurde auch auf die wechselvolle Geschichte des Geländes in der Herrenleite mit den unterschiedlichen Nutzungsepochen eingegangen, bevor 1998 das Feldbahnmuseum einzog. Foto: M. Otto, 3.10.2025.
    Zwei Wochen nach der Herbstausstellung fand eine Sonderveranstaltung speziell für Fotografen und Filmer statt, wo vor allem speziell Vorkriegsmotorloks mit authentischen Feldbahnzügen im Fokus standen. Hier die O&K RL 1 a aus dem Steinbruch Kohren-Sahlis. Foto: M. Otto, 18.10.2025.
    Beim 1. Feldbahn- und Nutzfahrzeugtreffen im Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf waren wir mit unserem historischen Lkw S 4000 und der LKM-Lok vom Typ Ns 1 a zu Gast, welche hier gerade im Schaubereich Kiesgrube rangiert. Foto: G. Rolle, November 2025.

    Exkursion nach Freiberg

    Im Januar besuchte eine Delegation unseres Vereins das Silberbergwerk „Himmelfahrt Fundgrube“ in Freiberg. Die Einfahrt erfolgte über die Schachtanlage „Reiche Zeche“. Auf den Spuren des erzgebirgischen Altbergbaus konnten wir einiges über die Technologien und Lebensweisen der Bergleute vor über 200 Jahren erfahren. Nach über fünf Stunden untertage durch flache Gänge und enge Schächte waren gerade die langgewachsenen Vereinsmitglieder am Ende des Tages froh, wieder gerade stehen zu können.

    Natürlich musste die untertägige Grubenbahn genauestens inspiziert werden – wie diese LEW EL 9, welche auch fahrbereit vorgeführt wurde. Foto: M. Weber, 17.1.2026.
    Nach dem Ausfahren über die Schachtanlage „Alte Elisabeth“ konnten wir dort noch die historische Fördermaschine bestaunen, was einen gelungenen Abschluss dieser Exkursion darstellte. Foto: Sammlung HFD, 17.1.2026.

    Fahrzeugzugänge

    Ein Klassiker im Typenprogramm des Feldbahnherstellers Orenstein & Koppel war die „Type M“. Ausgestattet mit einem 7,5 PS starken Benzinmotor fanden diese Loks in den 1920er Jahren bis Anfang der 1930er Jahre einige Verbreitung in Europa und darüber hinaus. Obwohl Maschinen der „Type M“ einst auch in Ostdeutschland anzutreffen waren, hatte bisher noch kein Vertreter den Weg in unsere Sammlung gefunden. Umso erfreuter waren wir, als sich nun die Möglichkeit bot, eine weitgehend im Original- und Einsatzzustand erhaltene „Type M“ erwerben zu können. Die Lok mit der Fabriknummer 2995 aus dem Jahr 1928 stand nach mehreren musealen Stationen zuletzt als Leihgabe des Sammlers Peter Erk im IFA-Museum Nordhausen, von wo wir die Lok übernehmen konnten.

    Abschied der „Type M“ von ihrem bisherigen Standort in Nordhausen. Foto: R. Schreier, 13.12.2025.

    Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr zwei Lokomotiven des Typs EL 5 von LEW und einige Wagen der Hornonitrianske bane Prievidza a. s. (Oberneutraer Bergwerke Prievidza AG, HBP) aus der Slowakei in unser Feldbahnmuseum holen konnten, war unser Wunschzettel noch etwas länger: Als typischer Vertreter von Untertage-Dieselloks waren dort auch BND 30 aus tschechoslowakischer Produktion im Einsatz. Vergleichbare Maschinen wurden auch in die DDR geliefert und kamen sowohl über- als auch untertage zum Einsatz. Gemeinsam mit einer EL 5/01 mit Mittelführerstand, welche wir an Bergbaufreunde in Thüringen vermittelt haben, und weiteren Wagen fand Ende Februar der Transport in die Herrenleite statt.

    Blick über einen Teil der oberirdischen Bergwerksanlagen im slowakischen Nováky – einige Teilbereiche sind bereits abgerissen. Foto: J. Sommer, 26.2.2026.
    Die BND 30 schwebt auf den Lkw. Daneben stehen zwei LEW EL 5/01 sowie diverse Ausrüstungsgegenstände aus dem Bergbau. Foto: M. Otto, 26.2.2026.
    Einen Tag später kann sich die BND 30 schon in der Herrenleite sonnen. Das Fahrzeug ist weitgehend vollständig und war vermutlich bis ca. 2022 im Einsatz. Neben dem eigentlichen Führerstand besitzt die Lok an der Frontseite noch einen Mitfahrerstand. Foto: M. Otto, 27.2.2026.
    Die Mittelführerstands-EL 5 mit der Betriebsnummer 1 aus der Grube Handlová ist in der Herrenleite nur temporär untergebracht, bevor ihre Reise weiter nach Thüringen geht. Gemeinsam mit der Mittelführerstands-EL5 Nr. 9, der Endführerstands-EL5 Nr. 25 und der BND30 Nr. 3 sind derzeit also 4 HBP-Loks gleichzeitig im Feldbahnmuseum zu erleben. Foto: M. Otto, 27.2.2026.

    Weitere Aktivitäten

    Bei der Jung ZL 233 vom Imprägnierwerk Wülknitz gehen die Arbeiten am Motor voran. Sie besitzt noch den Ursprungsmotor vom Herstellerwerk, welcher hier gerade ersten Betriebstests unterzogen wird. Foto: M. Otto, 31.10.2025.
    An der Henschel-Dampflok vom Typ Riesa wurden die Kesselrohre ausgebaut. Foto: M. Otto, 31.10.2025.
    Das Einsetzen der Scheiben an den Stirnseiten des Draisinenbeiwagens erwies sich als recht knifflige Aufgabe. Foto: M. Lenk, 7.3.2026.
    Die Demontage der Mansfelder LKM Ns 2 ist weitgehend abgeschlossen, mittlerweile startete die Aufarbeitung einzelner Komponenten. Foto: A. Rolle, 2026.
    Sieht schon spektakulär aus, so ein Ns-2-Getriebe. Foto: G. Rolle, 2026.
    Im Herbst unterstützten uns die Freunde von der Waldeisenbahn Muskau im Rahmen eines Gast-Arbeitseinsatzes beim Gleisbau auf der Regelspurrampe. Verlegt werden hier originale Feldbahnbetonschwellen, welche vorher auf der WEM-Strecke zur Tongrube Mühlrose verbaut waren. Foto: M. Otto, 8.11.2025.
    Unter anderem zur Erweiterung der Werkstattkapazität wurde ein Gebäude auf dem Gleislagerplatz ertüchtigt. Ausgestattet mit einem Vielschienengleis (500 mm, 600 mm, 750 mm) kann hier u.a. an den Mansfelder Loks gearbeitet werden. Foto: A. Locke, 28.2.2026.
    Die Instandsetzung und Überarbeitung der Elektrik in der Herrenleite ist weiterhin ein großes Thema. Diesmal erfolgte die Erneuerung der Unterverteilung im Aufenthaltsgebäude. Der Schaltkasten ist nun auf dem aktuellen Stand der Technik, während das Äußere der Kiste zum historischen Eindruck passt. Foto: P. Heinrich, 7.3.2026.
    Wir nutzten die Möglichkeit mit der Erneuerung der Unterverteilung gleich, um weitere Stromkreise vorzubereiten, welche unterputz verlegt wurden. Foto: M. Weber, 7.3.2026.
    Im Lohmgrund bei Pirna konnten wir eine historische Steinbruchhütte aus der Zeit des Sandsteinabbaus demontieren und in Einzelteilen in unser Museum überführen. An ihrem bisherigen Standort sollte die Hütte abgerissen werden. Vielen Dank an dieser Stelle an die Vorbesitzer für die Möglichkeit zur Erhaltung des Bauwerks und auch an einen örtlichen Heimat- und Technikgeschichtefreund, der uns tatkräftig unterstützte. Foto: M. Otto, 19.11.2025.
    Vom Dach konnten aufgrund des schlechten Zustands lediglich einige Sparren gerettet werden. Die Seitenwände wurden in großen zusammenhängenden Segmenten transportiert, aber auch bei ihnen sind vor einem Wiederaufbau einige Rekonstruktions- und Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Der Sockelbereich und der Fußboden bestehen aus Sandsteinen, welche einzeln markiert worden damit später alle Steine wieder ihren korrekten Platz finden. Foto: M. Otto, 18.1.2026.
    Stabilität gaben dem Gebäude 6 massive Sandsteinsäulen, welche mit einfachsten Mitteln aus dem Untergrund gehoben und anschließend von Hand verladen wurden. Foto: M. Otto, 14.3.2026.

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