Herzlich Willkommen im Feldbahnmuseum Herrenleite!

Öffnungszeiten

Das Museum ist 2024 vom 27. April bis 19. Oktober sowie am 1. Mai und 3. Oktober sonnabends von 14 bis 18 Uhr geöffnet

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Sommerfahrtage am 17. und 18. August 2024

Das Feldbahnmuseum ist bis zum 19. Oktober sonnabends von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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Neuerscheinung Mai 2024 (zu Pfingsten):

Werkbahnreport 25

Mai 2024, 52 Seiten, teilweise farbig
Preis 7,- EUR (Versand: 8,80 EUR, Abonnenten: 7,80 EUR)

Inhalt:
HFD-Aktuell
Das Ziegelwerk Baalberge
Die Ziegelei Straußfurt/Unstrut
Rezensionen und Bestellhinweise
Die Wismut-Fahrleitungsloks EL 30 und EL 30-1
Die Koynebahn – Teil 2
Vor 25 Jahren – die letzten Kohlezüge des Tagebaus Zwenkau
Schiffumsetzanlagen an Aare, Limmat und Hochrhein – Teil 2
Die Werkbahnen des Kraftwerks Eglisau


Titelblatt Werkbahnreport 25

Aktuelles

  • Wiederaufnahme des Draisinenverkehrs

    Treue Besucher haben sie in den letzten zwei Jahren vermisst und aufmerksame Leser hier und anderswo haben schon mitbekommen, dass wir daran arbeiten, wieder Draisinenfahrten auf der ehemaligen Anschlussbahn anzubieten. Seit einigen Tagen ist nun klar, dass es zu Pfingsten soweit sein wird. Zunächst aber ein Blick auf die teils seit Monaten laufenden Vorarbeiten.

    Infolge des zwei Jahre ruhenden Betriebs und des deshalb unterbliebenen Freimähens wartet viel Arbeit auf Astscheren, Motorsensen und schwereres Gerät…
    Die Vereinsmitglieder haben hart zu kämpfen und durch die vor Wochen und Monaten bearbeiteten Abschnitte muss kurz vor Pfingsten nochmal durchgegangen werden.
    Anschließend wird alles vermessen, gerade beim Zustand der Schwellen ist eine laufende Kontrolle notwendig. Zum Glück gab es keine Veränderungen zum Zustand der Vorjahre bzw. gemessen an den Normwerten.

    Nun zu den Draisinen. Wie schon in einem früheren Beitrag erwähnt, sind es österreichische Motorbahnwagen des Typs BM 35, ÖBB-Reihe X 614 bzw. X 616. Diese konnten wir im letzten Jahr von der Deutschen Draisinensammlung in Bad Nauheim erwerben. Konkret handelt es sich um X 614.052 (DDS Nr. 14), ausgestattet mit dem originalen Zweizylinder-Zweitakt-Dieselmotor der Jenbacher Werke, kombiniert mit einem unsynchronisierten Vierganggetriebe, und um X 616.907 (DDS Nr. 119; früher 760 mm Spurweite und mit leistungsfähigerem Tauschmotor, heute ohne Antrieb). Die Aufarbeitung der Fahrzeuge war in Bad Nauheim begonnen worden, jedoch waren beide Fahrzeuge beim Kauf noch nicht fertiggestellt und einsatzfähig. Vor allem mussten Antriebsketten beschafft (leider kein gängiges Maß…) und die Bremse des Beiwagens musste noch fertiggestellt werden. Zwischenzeitlich stellten sich noch Undichtigkeiten am Ölkühler heraus, der dann zerlegt und teilweise erneuert wurde. Hinzu kamen zahlreiche “Kleinigkeiten”, sei es die Ausstattung mit Lampen, Instandsetzung der Signaleinrichtung, Abschleifen und Farbgebung der Sitzbänke, Ergänzung einer vereinfachten Sandanlage u. v. m.

    Beide Fahrzeuge stehen hier vor der Werkstatt, wo sie auf 600 mm-“Rollböcken” beweglich sind und z. B. bei Bedarf auch auf die Untersuchungsgrube gebracht werden können.
    Vor dem Einsatz werden alle wichtigen Komponenten einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Das meiste war schon in Ordnung, aber vor allem an der Bremse des Beiwagens war noch einiges zu tun.
    Aufgrund der geringen Fahrzeugbreite und des niedrigen Schwerpunkts ist das Umsetzen auf 600 mm-“Rollböcken” kein Problem, höchstens mit etwas Vorsicht verbunden.
    Beim Bau der 600 mm-Gleise stand der Sicherheitsraum zum Demitzer Lokschuppen hin im Vordergrund. Deshalb verläuft die Achse des 600er Gleises nicht direkt auf das Ende des Regelspurgleises zu.
    Hier musste eine wirklich feldbahnige Zufahrt her, funktioniert aber!
    Und, geschafft! Es funktioniert zwar nur fast wie eine Rollbockgrube (die Bodenfreiheit der BM 35 reicht nicht, um die Schemel einfach so zu überfahren bzw. wir müssten das 600 mm-Gleis soweit absenken, dass von den Schwellen nichts mehr übrig ist), aber das Absetzen bzw. Aufbocken klappt in wenigen Minuten.
    Und raus geht es auf die Strecke, die Testfahrten waren erfolgreich.
    Im gemütlichen Innenraum des Motowagens.
    Die einzige nutzbare Weiche des Gleises. Zwei weitere Weichen sind zwar noch vorhanden, die abzweigenden Stränge aber nicht mehr befahrbar.

    Nachdem die Technik soweit zur Verfügung stand, wurde auch gleich mal der Minibagger im Tal umgesetzt. Auf eigener Achse ein fast hoffnungsloses Unterfangen, bei dem Modell aus den Achtzigern ist die Höchstgeschwindigkeit so um die 2 oder 3 km/h.

    Also, aufgebockt und gleisgebunden verfahren.
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    Auf einigen Wegen haben “freundliche” Mitbürger ihren Grünschnitt entsorgt. Gut immer noch besser als der Kubikmeter stinkender Müll, den wir an derselben Stelle bei brütender Hitze schon einmal wegräumen mussten. Mit dem Bagger jedenfalls konnte gründlich aufgeräumt werden, auf einmal ist der Weg gleich doppelt so breit.
    Und Verladen (wurde natürlich noch verspannt) für die Rückfahrt, hat alles geklappt!

    Nun freuen wir uns auf zahlreiche Besucher zu Pfingsten und ein sonniges Wochenende, und unsere Besucher freuen sich (hoffentlich) auf den nun wieder möglichen Draisineneinsatz!

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