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Archiv 2005

  • Einsturz des Museumshallendaches – Danke für Ihre Hilfe!

    Dach der Museumshalle eingestürzt

    Anfang der zweiten Märzwoche 2005 stürzte im Feldbahnmuseum Herrenleite das Dach der Museumshalle unter der Last des im letzten Winter reichlich gefallenen Schnees zusammen. Auch wenn der genaue Schaden erst nach Eingang erster Angebote beziffert werden kann, werden auf den Verein neben sehr viel Arbeit Kosten von sicherlich weit mehr als 10.000 Euro zukommen, um den Schaden zu beheben. Allein das Material für einen neuen Dachstuhl wird etwa 5.000 Euro kosten, hinzu kommen noch zu ersetzende beschädigte Stahlträger, die neue Dacheindeckung und die Kosten für die Arbeitsleistungen, welche der Verein nicht selbst ausführen kann. 

    V10C
    Krauss

    Am 11. und 12. März begannen die Aufräumungsarbeiten innerhalb des Gebäudes. Aufgrund des großen Engagements zahlreicher Mitglieder und mit tatkräftiger Unterstützung von Freunden des Vereins ging die Beseitigung der Trümmer schneller voran als erhofft. Rund zwei Drittel des etwa 300 m² großen Daches wurden zerlegt und aus der Halle geschafft. Es zeigte sich deutlich, dass die Ursache des Einsturzes im Zustand der Dachbinder zu suchen ist. Das Gebäude wurde zwar erst 1989 durch die NVA errichtet, jedoch wurden dabei nur gebrauchte Nagelbrettbinder, wahrscheinlich von alten Baracken aus Dresden, verwendet. Diese waren wohl schon zum Zeitpunkt des Bau so morsch, dass sie teilweise erst geflickt und verstärkt werden mussten. 

    Am Sonnabend konnten dann die meisten der unter gesplittertem Holz und Schneemassen begrabenen Feldbahnloks von ihrer Last befreit werden. Was zum Vorschein kam stimmt wenigstens in einer Hinsicht optimistisch: Die nennenswerten Schäden an den Fahrzeugen lassen sich an einer Hand abzählen, hier eine Sitzbank des Personenwagens zersplittert, dort ein Scheinwerfer zerdrückt und hier und da eine kleinere Beule, Feldbahnen sind eben etwas Robustes… 

    Nichtsdestotrotz leiden die teilweise über 80 Jahre alten Exponate natürlich mit jedem Tag, an dem sie der Witterung ausgesetzt sind. Soll doch ein Teil der Fahrzeuge auch weiterhin in dem Zustand gezeigt werden, wie sie zuletzt auf Baustellen, in Ziegeleien oder Steinbrüchen im Einsatz waren. Dazu muss also so schnell wie möglich wieder ein Dach auf die Halle. Erste Signale finanzieller Unterstützung gibt es bereits. Aber diese machen erst einen sehr kleinen Anteil an der zu bewältigenden Aufgabe aus. Aus diesem Grund hofft der Verein auf die Unterstützung durch viele kleinere und größere Spenden. Hat sich doch das Feldbahnmuseum in den letzten Jahren zu einem Ort entwickelt, wo tausenden Besuchern nicht nur ein kaum bekanntes industrielles Transportmittel näher gebracht wurde, sondern auch die ganze Familie ihren Spaß hatte. 

    Aufräumungsarbeiten

    Schon am 19. März konnten die Aufräumarbeiten innerhalb der Halle im wesentlichen beendet werden. Gleichzeitig wurde ein Teil des sich auftürmenden Bruchholzberges durch sechs Mitglieder der IG Weißeritztalbahn zu Brennholz gesägt. Dafür möchten wir uns genauso wie noch einmal bei den Feuerwehrfreunden ganz herzlich bedanken. Diese Arbeiten werden uns wohl noch eine ganze Weile verfolgen. Im weiteren Verlauf werden nun die verbogenen Stahlträger demontiert, weiteres Brennholz gesägt und Reste beräumt. Nach Ostern geht es dann an die Vorbereitungen zum Wiederaufbau, mit dem Ziel, im Laufe des April wieder ein geschlossenes Dach auf der Museumshalle zu haben.

    Sonne in der Halle
    Feuerwehrleute bei der Arbeit

    Für die weiteren Arbeiten liegen uns auch zahlreiche Hilfsangebote für eine praktische Mitarbeit vor. So hat der Schwarzbachbahnverein einen Arbeitseinsatz angeboten, worauf wir an den nächsten Wochenenden dankend zurückkommen werden. Wir bitten um Verständnis, dass wir nicht beliebig viele Leute gleichzeitig beschäftigen können und deshalb auf entsprechende Angebote nach Absprache einzeln eingehen.

    Mittlerweile liegen uns mehrere Kostenvoranschläge zur Behebung des Schadens vor. Der Gesamtschaden inklusive Beräumung kann danach auf über 35.000 Euro abgeschätzt werden. Die bereits erfolgte Beräumung entspricht darin gut 8.000 Euro. Die Summe wird sich über weitere Eigenleistungen, durch die Verwendung von vorhandenem altbrauchbarem Aluminiumwellblech und über verschiedene uns von befreundeten Unternehmen zugesagte Sachleistungen (Transporte, Kranleistung, Gerüstbau…) noch deutlich senken lassen, jedoch werden am Ende neben viel Arbeit immer noch weit über 10.000 Euro an Kosten entstehen.

    Auf der finanziellen Seite gibt es sehr Erfreuliches zu berichten. Die Resonanz auf unseren Hilferuf war unerwartet hoch. Es gibt bisher drei Großspenden jeweils um 1.000 Euro, was natürlich deutlich weiterhilft. Aber auch „kleinere“ Spenden summieren sich, so dass der Spendenstand mittlerweile etwa 3.500 Euro erreicht hat. Damit ist etwa ein Drittel der zu erwartenden Kosten abzudecken, somit hoffen wir natürlich auch weiterhin auf Ihre Unterstützung.

    Das Dach steht wieder

    Schalung nageln

    Am 28. Aprill früh trafen auf einem Lkw der Fa. Heinrich Schwertransporte GmbH die neuen Dachbinder ein. Herr Reichelt aus Pirna (Abschleppdienst und Karosseriebau Reichelt GmbH) stand schon mit seinem Kran bereit und hob die Binder im Laufe des Tages nach und nach auf das Dach. Die Montage des Dachstuhls übernahmen der Dresdner Dachdeckermeister Robert Nimtschke und die Zimmerei Walter aus Pirna zu einem äußerst günstigen Preis. Am Abend stand der Dachstuhl und es konnte durch die Vereinsmitglieder mit dem Nageln der Schalung begonnen werden. Am 30. April konnten am frühen Abend die letzten Bretter genagelt und die Ränder beschnitten werden. 

    Am 2. und 3.  Mai wurde als vorläufiger Abschluss, nun wieder gemeinsam mit dem Dachdecker, Aluminiumwellblech aufgeschraubt. Dieses Blech konnten wir übrigens schon vor einigen Jahren beim Abriss eines Unterstandes im Depot des Militärhistorischen Museums Dresden gewinnen. Eigentlich sollte es im Laufe des Sommers auf dem (alten) Dach befestigt werden, doch es kam – hier kann man nun schon sagen zum Glück – anders.

    Noch ist der Schaden nicht vollständig behoben. Es fehlen noch Verkleidungen an den Giebelseiten, ein Teil der Beleuchtung muss noch erneuert werden, auch die Wände warten auf neue Farbe, aber alles in allem gilt:

    Es ist geschafft!

    Dach

    Dankeschön!

    Wir möchten an dieser Stellen allen, die uns bei der Bewältigung dieser schweren Aufgabe geholfen haben, ganz herzlichen Dank sagen. Praktische Unterstützung erhielten wir von:

    • der Kommandostelle Pirna des Landesfeuerwehrmuseums Mecklenburg-Vorpommern (Aufräumungsarbeiten),
    • den Eisenbahnfreunden der IG Weißeritztalbahn e.V. aus Freital und des Schwarzbachbahn e.V. aus Lohsdorf (Aufräumung und Montage),
    • Herrn Schräger aus Lohmen,
    • Herrn Schulz aus Helmsdorf b. Stolpen (Gerüst),
    • der Fa. Karosseriebau und Abschleppdienst Bernd Reichelt aus Pirna (Kranleistung bei der Montage) und
    • der Heinrich Schwertransporte GmbH aus Dresden (Transport der Dachbinder).

    Ganz besonders möchten wir dem Dachdeckermeister Robert Nimtschke aus Dresden und der Zimmerei Walter aus Pirna für ihre sehr gute und zu äußerst günstigen Konditionen geleistete Arbeit danken.

    Trotz der umfangreichen Eigen- und Sachleistungen, die durch den Verein und die genannten Helfer und Sponsoren erbracht wurden, verbleibt etwa ein Drittel der Schadenssumme, welches als „echtes“ Geld aufgebracht werden muss. Vor allem für die Beschaffung der neuen Dachbinder, weiteres Material und verschiedene Arbeitsleistungen schlagen etwa 11.000 Euro zu Buche. 

    Wir schätzen uns sehr glücklich, dass in einer in der Geschichte des Vereins einmaligen Spendenaktion innerhalb von nur zwei Monaten fast drei Viertel der notwendigen Summe gespendet wurde. Dies zeigt uns auch, dass es nicht nur in der Sächsischen Schweiz und in Dresden, sondern deutschlandweit und sogar bis ins benachbarte Ausland eine breite Unterstützung unserer Aktivitäten und Ziele gibt. So etwas ist für uns eine Bestätigung des mit dem Aufbau des Feldbahnmuseums eingeschlagenen Weges und Ansporn für die Zukunft!

    Hervorheben möchten wir einige wirklich große Spenden, welche mehr als die Hälfte der Gesamtsumme ausmachen. 

    • Allen voran möchten wir Herrn Ing. Gerhard Walter und seiner bekannten Fa. Technomodell aus Dresden für die Spende in Höhe von 2000 Euro danken.
    • Herr Daniel Wirth aus der Schweiz spendete 1000 Euro.
    • 800 Euro spendete die Rohr- und Abflussreinigung, Frank Welbers aus Dresden.
    • Familie Fröde aus Lohmen veranstaltete anlässlich des 100-jährigen Jubiläums ihres Lebensmittelgeschäfts eine Tombola. Der Erlös in Höhe von 500 Euro kommt ebenfalls dem Dach zugute.
    • Herr Dietrich Gorks aus Dresden und Christoph Markert von der Basteiapotheke in Lohmen spendeten jeweils 300 Euro.

    Zahlreiche weitere Freunde des Feldbahnmuseums trugen mit ihren kleineren und größeren Spenden zum schnellen Wiederaufbau bei:

    Jan Eisold
    Erwin Scherer
    Förderverein Parkeisenbahn Plauen
    Klaus Gerstenberg
    Sylvia und Andreas Winter
    Heike und Torsten Jentsch
    Torsten Schoening
    Simone Starke
    Fam. Friedrich
    Bert Rosenfeld
    Hartmut und Carola Grundmann
    Peter Höhn
    Ursula Dietz
    Dr. Konrad Prokert
    Frank Engel
    Motorveteranen Dresden e.V.
    Inga Dressel
    Silke Schreier
    Matthias Richter
    Holger Goldmann
    Schloß Lohmen e.V.
    Uwe Reichelt
    Andreas Hoppe
    Michael Vogelbacher
    Michael Franze
    Hans-Hermann Päsler
    Matthias und Ursula Röder
    Dieter Thoß
    Motorradclub Lohmen
    Sächsischer Bergsteigerbund
    Kiosk an der Bastei
    Computerstudio Nitzschke
    Familie Grundmann
    Hans und Ernestine Barthel
    Konrad und Petra Thomsch
    Lutz Dick
    Isolde Günter
    Carsten Juhrich
    Hans-Werner Liß
    Alexander Heidecke
    Steffen Brösing
    Rudolf und Hedwig Kießling
    Wolfgang Junghänel
    Steffen Brösing
    Peter Bandow
    Fa. Kerbler

    Kraneinsatz

    Allen, natürlich auch den hier nicht genannten Spendern gilt unser ganz herzlicher Dank. Ohne Ihre Hilfe hätte uns der Dacheinsturz sehr weit zurückgeworfen. So aber können wir optimistisch auf die kommende Saison und die weitere Zukunft blicken!

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