Die Feinkohlewagen dienen dem Brennstofftransport auf dem Schürboden des Ringofens. Der Brennmeister entnahm aus der Mulde alle 10…25 Minuten mit einer speziellen Schütte jeweils nur geringe Mengen Feinkohle, um sie in die Heizlöcher zu geben.
Der Brennmeister bei der Arbeit auf dem Ringofen der Ziegelei Dresden-Luga. Mit dem Drahthaken hebt er den Deckel an, um mit der Schütte etwas Feinkohle ins Heizloch zu kippen. Die aktuelle Brennzone befindet sich zwischen den beiden senkrecht stehenden Ziegeln im Vordergrund und in der Bildmitte. Rechts stehen zwei Eigenbau-Kastenwagen mit dem Brennstoffvorrat. Einer davon ist vermutlich unser Wagen 822. Foto: Rainer Dominik, 1993.
Wagen 800, eingestapelt in der Lorenbaracke. Foto: Rainer Dominik, 2025.
Der Wagen stammt aus der Ziegelei Willkommen, Helmsdorf, aus der auch unsere Loks 58, 59 und 130, sowie die Wagen 107, 807 und 812 sind. Er ist in eigener Werkstatt entstanden, die Losräder sind handelsübliche Teile. Die Mulde ist nach jeder Seite in vier Stellungen arretierbar. Nach Aussagen ehemaliger Ziegeleimitarbeiter soll er sich aber nicht bewährt haben.
Wagen 828: Feinkohlewagen aus der Ziegelei Zittau, Ottersteg
Wagen 828, unmittelbar nach der Ankunft im Museum. Dem Anschein nach ist er von einem Ziegeleiausrüster. Bei niedrigem Füllstand kann durch Herabschwenken der Seitenklappen die Zugänglichkeit zur Feinkohle für den Brenner verbessert werden. An der Stirnwand und der Seitenklappe ist vermutlich noch Originalfarbe, die Seitenwand ist schon einmal erneuert worden. An allen Rädern fehlen die Abdeckkappen, man hat Sichtkontakt zu den Kegelrollenlagern.