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Wagen 735: SBS Werkswagen Nr. 6

Der Wagen, frisch eingeachst. Foto: Rainer Dominik, 01.03.2007
Technische Daten
Länge über Puffer: 8800 mm
Achsstand: 3800 mm
Dienstmasse: ca. 4,5 t
Nutzlast: ca. 10 t

Der Werkswagen 6 stammt wie Wagen 7 (HFD-Nr. 731) vom Sächsischen Bühnen- und Stahlbau Dresden. Er kam am 28. Februar 2007 in die Sammlung der Historischen Feldbahn Dresden e. V.

Der Wagen ist ein Eigenbau von SBS. Wahrscheinlich wurden Teile von verschlissenen Vorgängerfahrzeugen übernommen. Die Achslager stammen von der Königlich Preußischen Staatseisenbahnverwaltung (KPEV), ebenso der Speichenradsatz. Der Scheibenradsatz kam wahrscheinlich im zweiten Weltkrieg nach Deutschland. Ursprünglich gehörte er zu einem Wagen der kaiserlich-königlichen Staatsbahnen (kkStB) in der Donaumonarchie, später nutzte ihn die Polnische Staatsbahn (PKP). Er passt von seinen Abmessungen eigentlich gar nicht zu den Achslagern, im innerbetrieblichen Verkehr mit langsamen Rangierfahrten gab es jedoch keine Probleme.

Die Herkunft der Puffer ließ sich bisher nicht bestimmen. Für jeden helfenden Hinweis dazu wären wir dankbar. Der Rahmen ist eine vollständige Neukonstruktion aus Walzprofilen in geschweißter Bauart. Anders als bei üblichen Eisenbahnwagen gibt es keine durchgehende Zugstange, SBS befestigte die Zughaken über Spiralfedern am Rahmen.

Der Werkswagen in Dresden-Niedersedlitz, rechts der Speichenradsatz mit preußischem Achslager.
Abladen des Wagenkastens. Bei einer Masse von ca. 3 t wäre er für den den T 174-2 allein zu schwer, weshalb der Gabelstapler einen Anteil übernehmen muß. Der Anhänger, ganz links noch zu sehen, wurde gerade unter dem Wagenkasten weggefahren. Um den interessantesten Moment fotografisch festzuhalten (als der Anhänger unter dem angehobenen Wagenkasten herausfuhr) fehlte wieder mal eine Person.
Foto: Rainer Dominik, 01.03.2007.
Hier noch einmal aus dem obigen Bild die Puffer im Detail. Wer Hinweise zu der Bauform geben kann, bitte melden.

Autor: Tobias Lerch, letzte Änderung: 19.05.2021