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Lok 44: LKM Ns 1 a aus Jessen

Foto: T. Lerch, 02.09.2000
Technische Daten
Hersteller Lokomotivbau „Karl Marx“ Babelsberg (LKM)
Typ Ns 1 a
Baujahr 1957
Fabriknummer 247 509
Spurweite 600 mm
Motor 1 NVD 18
Leistung 15 PS
Getriebe Zweigang-Konuskupplungsgetriebe
Kraftübertragung Kette
Vmax ca. 8 km/h
Masse ca. 3 t
HFD-Nr. 44
Einsatzgeschichte
  • ?
  • Ziegelei Jessen
  • 1989 an HFD

Im Typenprogramm des Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg (LKM) war statt der später gebauten 10 PS-Lok von Anfang an eine 15 PS-Type geplant. Da der vorgesehene Motor Anfang der fünfziger Jahre nicht zur Verfügung stand, griff man auf eine Konstruktion des Armaturen- und Apparatebaus Halle zurück und reihte sie als Type Ns 1 in die Produktionspalette ein.

Einige Jahre später stand der 15 PS-Motor dann doch zur Verfügung. Also versuchte LKM, eine Nachfolgetype für die Ns 1 mit höherer Leistung am Markt zu etablieren. Wahrscheinlich nahmen die Kunden die Nachteile der alten Ns 1 lieber in Kauf, als einen höheren Preis zu zahlen. Jedenfalls wurden nur wenige Lokomotiven des Typs Ns 1 a gebaut. Soweit wir wissen, existieren von diesen Loks nur noch zwei, eine in den Altbundesländern und eine bei unserem Verein.

Unser Verein konnte die seltene Type im Jahre 1989 aus der Ziegelei Jessen übernehmen. Ende 1996 wurde mit der Aufarbeitung der Lok begonnen. Damals nahmen wir an, daß „nur“ ein vollkommen festgerosteter Motor wieder zum Leben zu erwecken wäre. Nach und nach wurden weitere Mängel entdeckt und deren Behebung beschlossen. Damit verbunden war die bisher größte Investition in eine Diesellokaufarbeitung bei der HFD. Für den Motor wurden Neuteile beschafft, die Achsen wurden bei der STAMAG in Regis-Breitingen aufgeschweißt und neu profiliert (incl. Achsschenkel), neue Achslager gekauft und neue Federn beschafft. Insgesamt entstanden Kosten von fast 4000,-DM, die vollständig aus Vereinsmitteln (Eintrittsgeldern, Fahrgeldeinnahmen aus mobilen Anlagen, Mitgliegsbeiträgen und Spenden der Besucher) aufgebracht wurden. Bedanken möchten wir uns vor allem beim Volvo-Autohaus Rüster in Wurgwitz, das verschiedene Karosseriearbeiten ausgeführt hat. Besondere Unterstützung erhielten wir auch von den Kollegen der STAMAG Regis-Breitingen bei der fachgerechten Aufarbeitung des Radsätze.

Foto: T. Lerch, 02.09.2000
Foto: T. Lerch, 02.09.2000

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Letzte Änderung: 05.09.2000