Die Feinkohlewagen dienen dem Brennstofftransport auf dem Schürboden des Ringofens. Der Brennmeister entnimmt aus der Mulde alle 10…25 Minuten mit einer speziellen Schütte jeweils nur geringe Mengen Feinkohle, um sie in die Heizlöcher zu geben.

Wagen 800: Feinkohlewagen aus Helmsdorf

Der Wagen stammt aus der Ziegelei Willkommen, Helmsdorf, aus der auch unsere Loks 58, 59 und 130, sowie die Wagen 107, 807 und 812 sind. Er ist in eigener Werkstatt entstanden, die Losräder sind handelsübliche Teile. Die Mulde ist nach jeder Seite in vier Stellungen arretierbar. Nach Aussagen ehemaliger Ziegeleimitarbeiter soll er sich aber nicht bewährt haben.
Wagen 814: Feinkohlewagen aus der Zieglei Zittau-Hartau
Wagen 828: Feinkohlewagen aus der Ziegelei Zittau, Ottersteg
Feinkohlewagenkasten unbekannter Herkunft ohne Radsätze
Diese drei Wagen sind unverkennbar nach gleichem Muster gebaut. Als Basis dienten ehemalige Etagenwagen, erkennbar an den vier Bohrungen in den senkrechten Winkelprofilen. In der obersten und der dritten von oben sind die Stirnbleche verschraubt, die anderen beiden sind jetzt funktionslos. Da beide Werke zum VEB Sächsische Ziegelwerke Dresden gehören, ist naheliegend, daß alle drei in einer Werkstatt gefertigt wurden.
Daß mehrere gleiche Exemplare gebaut wurden, läßt darauf schließen, daß sie sich im Alltag bewährt haben. Bei niedrigem Füllstand kann durch Herabschwenken der Seitenklappen die Zugänglichkeit zur Feinkohle für den Brenner verbessert werden.



Autor: Rainer Dominik, letzte Änderung 13.07.2026
