Wagen 542 in unserer Lorenbaracke. Links und rechts die Rollen zum Einhängen in den Förderkorb, darunter in der Mitte die Kupplung für die Kuppelstange für Lokverschub. Oben der oberste Balken mit Vorsteckbolzen zur Ladungssicherung. Zur sicheren Entaktivierung wurde der Materialcontainer komplett gesandstrahlt und anschließend eine Rostschutzgrundierung aufgetragen. Foto: Rainer Dominik, 2026.
Ein ähnlicher Materialcontainer in Leupoldishain. Ganz am Ende ist ein fünfter Radsatz erkennbar, in der Fahrstellung über dem Gleis schwebend. Auf diesem rollt der Container, wenn er an den Förderkorb gehängt wird. Dahinter drei umgenutzte Seilbahnmulden in Gestellen als Abfallbehälter. Foto: R. Dominik, 1994.
Der Materialcontainer diente für den Transport langer Materialien, wie z. B. Schienen oder Rohre. Zur Schachtfahrung wurde er mit Hilfe der beiden Rollen am vorderen Ende unten an den Förderkorb in eine spezielle Halterung eingehängt und dann senkrecht frei hängend herabgefahren. Nach einer solchen Fahrung mußte das Schachtgerüst auf seiner ganzen Länge überprüft werden, um mögliche Schäden durch Anschlagen des frei hängenden unteren Containerendes auszuschließen bzw. zu reparieren.
Zwei Drehgestelle. Für ihre Gewinnung wurden einfach die Drehgestellwiegen aus den Containern herausgebrannt. Foto: M. Weber, 2021.
Die Drehgestelle stammen von verschrotteten Materialcontainern vom Bergbaubetrieb „Willi Agatz“, Dresden-Gittersee. Containerfahrung wurde hier nur am Marienschacht praktiziert.
Autor: Rainer Dominik, letzte Änderung: 02.07.2026